Aufprall auf Betonmauer – ein Feuerwehrmann stirbt

Eine Übungsfahrt mit dem TLF 20/40-SL der Freiwilligen Feuerwehr Coburg ging für einen 20-jährigen Feuerwehrmann aus Oberfranken tödlich aus. Der junge Mann saß auf dem Sozius, sein Vater saß am Steuer, als das Fahrzeug von der Straße abkam und gegen eine Betonmauer prallt.

Der traurige Unfall ereignete sich in Coburg in Oberfranken. Es wurde bestätigt, dass der 47-jährige Vater des toten Kameraden den 18 Tonnen schweren TLF fuhr. Sein Sohn saß direkt neben ihm.

TLF kommt von Fahrbahn ab

Aus noch ungeklärter Ursache ist der TLF 20/40-SL vom Typ Iveco Baujahr 2008 am Abend des 7. August 2017 von der Straße abgekommen und gegen eine Mauer aus Beton gefahren. Dabei kippte das Fahrzeug um, und der 20-Jährige wurde eingeklemmt. Er konnte zwar von Rettungskräften befreit werden, doch im Krankenwagen erlag er seinen schweren Verletzungen. Der Vater wurde leicht verletzt. Weil er unter schwerem Schock stand, war er zunächst nicht vernehmungsfähig. 

Ein privates Bergungsunternehmen half mit einem Kranwagen dem umgestürzten TLF wieder auf die Räder. Die Bergung dauerte bis in die späten Nachtstunden.

"Wir verlieren einen verlässlichen Kameraden und auch einen guten Freund", sagte Stadtbrandrat Ingolf Stökl. Thomas Nowak, Coburgs dritter Bürgermeister, der kurz nach dem Unfall am Unfallort eintraf, zeigte sich tief betroffen. Für die nächsten drei Tage hat er Trauerbeflaggung an allen Verwaltungs- und Feuerwehrgebäuden der Stadt angeordnet. Der Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr im September wurde ebenfalls abgesagt.

 

Th. Birkner

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