Feuerwehr rettet Hund aus Brandwohnung

Die Arnsberger Feuerwehr wurde zu einem Mehrfamilienhaus gerufen, nachdem Nachbarn eine starke Rauchentwicklung bemerkt hatten. Personen wurden keine angetroffen, jedoch ein Hund. Das unter Schock stehende Tier sorgte dann noch für eine Schrecksekunde.

Mit einem Großaufgebot an Kräften rückte die Feuerwehr Arnsberg (NRW) am Mittwoch  (15.3. 2017) gegen 12.20 Uhr zu einem Brandeinsatz in den Neheimer Rusch an. Aus einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus am Danzigweg quoll Qualm heraus und hatte aufmerksame Nachbarn beunruhigt. Nachdem diese über Notruf 112 Hilfe gerufen hatten, rückte die Wehr mit den Kräften aus Voßwinkel und Neheim im Basislöschzug 1 sowie den Kräften der Wachen Neheim und Arnsberg und des Fernmeldezuges an. Die Feuerwehr war mit insgesamt 48 Helfern vor Ort, weil man davon ausgehen musste, dass sich noch Personen im Gebäude befinden.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte war bereits eine starke Rauchentwicklung zur erkennen. Vor Ort sorgten die ersten Einheiten der Wehr unter Atemschutz für zwei Zugänge zur verrauchten Wohnung über den Balkon und die Einsatztür, die geöffnet werden musste. Dabei wurde ein Rauchschutztuch eingesetzt, mit dem eine weitere Ausbreitung des Qualms im Treppenhaus eingedämmt werden konnte.

Keine Personen, aber ein Hund

Bei der Durchsuchung der Wohnung nach verletzten oder geschädigten Personen stießen die Feuerwehrleute auf einen Hund, Personen wurden nicht angetroffen. Während im Wohnzimmer bereits mit den Löscharbeiten unter Einsatz eines C-Rohres begonnen wurde, bargen andere Kräfte den verletzten Hund durch ein Fenster. Das Tier stand jedoch offensichtlich unter Schock und biss den Anschluss eines Atemschutzgerätes durch. Dadurch verlor ein Feuerwehrmann seinen Atemschutz und atmete Rauch ein.

Der Brand im Wohnzimmer, der für die verrauchte Wohnung gesorgt hatte, konnte schnell gelöscht werden. Der Hund wurde ins Freie gebracht, und den Haltern des Tieres empfohlen, einen Tierarzt aufzusuchen. Der verletzte Feuerwehrkamerad wurden dem Rettungsdienst übergeben.

Nach der Tierrettung und der Versorgung des verletzten Feuerwehrmannes wurde die Wohnung gelüftet und mit einer Wärmebildkamera auf noch vorhandene Glutnester kontrolliert. Auch die Nachbarwohnungen in dem Mehrfamilienhaus wurden von der Wehr entsprechend kontrolliert. Nach dem mehr als eine Stunde dauernden Einsatz konnten die 48 Wehrleute wieder einrücken. Zur Brandursache und der Höhe des entstandenen Schadens an der Wohnung liegen noch keine Angaben vor.

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