Feuerwehreinsatz bei Hochhausbrand

Menschenrettung bei Wohnungsbrand in einem Hochhaus in Bergisch Gladbach

Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises (RBK) alarmierte gestern um 15.36 Uhr die Feuerwachen Süd und Nord sowie den ehrenamtlichen Löschzug Bensberg in Bergisch Gladbach zu einem Wohnungsbrand im Stadtteil Bensberg.

Aufgrund der zahlreichen Notrufe von Bewohnern oberhalb der Brandwohnung erhöhte die Leitstelle um 15.39 Uhr das Alarmstichwort auf „Feuer 4 – Menschenleben in  Gefahr“. Der diensthabende A-Dienst und der ehrenamtliche Löschzug Refrath sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug und zwei Rettungswagen der Rettungswachen Süd und West wurden alarmiert.

Flammen und dichter Rauch waren vom Balkon einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Hochhauses zu bemerken. Der Brand drohte sich sowohl nach oben in die darüber gelegene Wohnung im zweiten Obergeschoss wie auch seitlich auf die benachbarte Wohnung im ersten Obergeschoss auszudehnen.

Nach der ersten kurzen Lageerkundung gingen zwei Trupps unter Pressluftatmer über den Treppenraum zur Menschenrettung und Brandbekämpfung mit zwei Rohren vor, während zeitgleich über eine Drehleiter die Menschenrettung und Brandbekämpfung von außen vorbereitet wurden.

Wegen der möglichen höheren Zahl an Verletzten oder Betroffenen löste die Leitstelle das Alarmstichwort „Massenanfall von Verletzten I“ aus; der Leitende Notarzt, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, das Notarzteinsatzfahrzeug der Rettungswache Nord, ein Rettungswagen und ein Krankentransportwagen des Rheinisch-Bergischen Kreises (Johanniter) sowie ein Rettungswagen der Feuerwehr Köln wurden zur Einsatzstelle alarmiert.

Durch den Rettungsdienst wurden insgesamt sieben Personen untersucht und fünf von diesen in nahe gelegene Krankenhäuser zur Weiterbehandlung befördert. Ein Patient wurde durch Brandrauch und -gase so schwer verletzt, dass er unter notärztlicher Begleitung in ein Krankenhaus der Maximalversorgung nach Köln transportiert wurde.

Parallel zum Löschangriff in der Brandwohnung wurden durch Trupps alle darüber und darunter gelegenen Wohnungen sowie die seitlich gelegenen Wohnungen desselben Hauses und eine Wohnung des Nachbarhochhauses auf eine eventuelle Ausbreitung von Brandrauch oder -gasen kontrolliert. Durch die Einsatzkräfte konnten jedoch keine Gefährdungen festgestellt werden, sodass alle Wohnungen – bis auf die Brandwohnung – nach Einsatzende wieder freigegeben werden konnten.

Nach Ende des Einsatzes wurde die Einsatzstelle durch die Feuerwehr um 17.49 Uhr an die Polizei übergeben.

Im Einsatz waren 16 Kräfte der Feuerwachen Süd und Nord, 25 Kräfte der ehrenamtlichen Löschzüge Bensberg und Refrath sowie 16 Rettungsdienstmittarbeiter mit insgesamt 14 Feuerwehr- und neun Rettungsdienstfahrzeugen. Die Einsatzleitung hatte der A-Dienst Jörg Huppatz.

Feuerwehr Bergisch Gladbach

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