Produktaustritt aus Gefahrguttransporter

Unter einem geparkten Gefahrguttransporter in Essen-Kray hatte sich ein dünnes Rinnsaal gebildet. Die Feuerwehr sperrte die Straße und schickte einen Trupp unter Atemschutz vor.

Am Dienstagabend (12.9. 2017) gegen 19.00 Uhr rückte die Feuerwehr Essen nach Essen-Kray aus. Aus einem abgestellten Gefahrguttransporter träten geringe Mengen einer Flüssigkeit aus, so lautete die erste Meldung. Tatsächlich hatte sich unter und hinter einem dort regelmäßig abgestellten Sattelzug mit doppelwandigem Tank-Container (26.000 Liter Fassungsvermögen) ein Rinnsaal gebildet.

Der Behälter war mit einer orangefarbenen Warntafelgekennzeichnet. Darüber war die Identifikation der Ladung möglich. Zunächst sperrten die Einsatzkräfte die Rodenseelstraße zwischen Wattenscheider Straße und Munscheidstraße komplett ab. Dann ging ein Trupp unter Atemschutz mit verschiedenen Messtechniken vor, um die scheinbar ausgetretene Flüssigkeit näher zu bestimmen. Alle Messungen deuteten nicht auf einen Schadstoffaustritt hin. Trotzdem nahm ein weiterer Trupp die kleine Lache mit Chemikalienbinder auf.

Fahrer gefunden

Zwischenzeitlich war über die Leitstelle der Polizei der Fahrer des Zuges ausfindig gemacht worden. Er wohnt in unmittelbarer Nähe, wurde zur Einsatzstelle beordert und versicherte, dass der Behälter bis auf eine geringe Restmenge entleert sei. Im Verlauf des Einsatzes vergrößerte sich die Pfütze nicht, eine Undichtigkeit war ebenfalls nicht zu erkennen.

Die Sperrung der Rodenseelstraße wurde aufgeboben, die Besatzung eines Löschfahrzeuges blieb vor Ort, bis Spezialisten das Fahrzeug untersucht hatten und sich entschieden, dies zur endgültigen Abklärung in einen Fachbetrieb zu überführen.

Die Feuerwehr war in der ersten Phase mit rund 45 Kräften vor Ort, beteiligt waren u. a. die Freiwillige Feuerwehr (FF) Essen -Kray und die FF Umweltschutz.

M. Filzen/FW Essen

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