THL und Feuer in Würzburg

Der Donnerstag gestaltete sich für eine von drei Wachabteilungen der Berufsfeuerwehr Würzburg kurzweilig. Zunächst musste ein eingeschlossenes Kind aus einem Auto befreit werden. Am Abend rückten die Kräfte zu einem Wohnhausbrand aus.

Zunächst wurde es am Nachmittag im Stadtteil Sanderau für einen 18 Monate alten Jungen in seinem Auto- Kindersitz zu langweilig. Während die Mutter sich außerhalb des Pkw befand, probierte der kleine Entdecker mit dem Fahrzeugschlüssel alle Funktionen intensiv aus und verschloss dabei kurzerhand die Fahrzeugtüren. Zu allem Überfluss ließ er anschließend den Schlüssel unerreichbar auf den Rücksitz fallen. Die verzweifelte Mutter versuchte zunächst über ihre Autowerkstatt an Hilfe zu kommen, was allerdings misslang. Auch Versuche, die Seitenscheiben mit einem Hammer einzuschlagen, führten nicht zum gewünschten Erfolg. Erst die alarmierte Feuerwehr konnte Hilfe leisten. Durch das professionelle Entfernen der beschädigten Seitenscheibe konnte sich ein Zutritt zum Pkw verschaffen und  somit das Kind unversehrt der Mutter übergeben werden.

Wohnhausbrand, Menschenleben in Gefahr

In den Abendstunden musste dann die Mannschaft des BF-Löschzuges, unterstützt durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, zu einem gemeldeten Wohnhausbrand in das Steinbachtal ausrücken. Beim Eintreffen schlugen die Flammen mehrere Meter aus den Fenstern eines Wohngebäudes und drohten auf das Obergeschoss überzugreifen. Zwei Frauen und ein zweijähriges Kind hatten sich bereits mit einem Sprung aus dem ersten Stock selbst gerettet. Zwei männliche Bewohner konnten eigenständig das Wohnhaus verlassen. Die gesamte Familie wurde vom Notarzt-/Rettungsdienst ambulant betreut.

Unter Anwendung von zwei Strahlrohren bekämpften mehrere PA-Trupps das Feuer und suchten das Gebäude nach Haustieren ab. Durch die große Hitzeentwicklung und herabstürzende Deckenteile gestaltete sich die Suche sehr schwierig. Zudem musste eine 140 m lange Förderleitung  zu dem abgelegenen Gebäude aufgebaut werden. Ein Hund konnte gerettet, zwei Hunde und zwei Katzen mussten tot geborgen werden. Die Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten dauerten mehrere Stunden an.

Im Einsatz waren 40 Einsatzkräfte von BF/FF, 12 Kräfte des Notarzt-/Rettungsdienstes und mehrere Streifenwagen der Polizei Würzburg.

Th. Birkner

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