Schnelle Hilfe mit der Flutbox

Jede westfälische Kommune erhält mit der Flutbox ein Sofort-Hilfe-Set zum Entwässern von Kellern oder Souterrain-Wohnungen. Denn bei Starkregen kann die Feuerwehr nicht überall sofort zur Stelle sein. Doch es gibt noch mehr Einsatzmöglichkeiten.

Der Verband der Feuerwehren in NRW unterstützt gemeinsam mit dem Versicherer Westfälische Provinzial die "Elementarschadenkampagne NRW': Jede westfälische Kommune erhält hierbei mit der "Flutbox" ein Soforthilfe-Set, das vielseitig eingesetzt werden kann. Jetzt erfolgte die Übergabe an die Stadt Iserlohn, wie die dortige Feuerwehr mitteilte.

"Gerade wenn ganze Straßenzüge beispielsweise durch Starkregen unter Wasser stehen, ist schnelles Handeln gefordert. Die Flutbox ist ein Soforthilfe-Set zum Entwässern von Kellern oder Souterrain-Wohnungen", erläutert Provinzial-Geschäftsstellenleiter Lars Wygoda. Hinter dem Kunstwort "Flutbox" steckt eine Jung-Tauchpumpe vom Typ U5 KS, die fest verankert und geschützt vor Verschlammung in einem Tragekorb steht. Versehen mit einem über 12 m langen C-Schlauch ist sie in der Lage, bis zu 50 Badewannenfüllungen pro Stunde zu befördern.

Viele Einsatzmöglichkeiten

Die Flutbox hat viele Einsatzmöglichkeiten: als Ergänzung der technischen Ausstattung kommunaler Liegenschaften, für die Aufklärungsarbeit von Feuerwehren zu Elementargefahren und den Möglichkeiten der Eigenvorsorge sowie zum mobilen Einsatz für betroffene Bürger bei Überschwemmung, Rückstau und Starkregen.

"Die Feuerwehr kann in den meisten Fällen nicht überall sofort zur Stelle sein, um das Wasser abzupumpen und den Schaden zu beseitigen. Die Priorität bei den Einsätzen liegt zuerst bei öffentlichen Gebäuden, wie z.B. Krankenhäusern. Daher freuen wir uns, dass mit der Übergabe der Flutbox der Schutz vor Elementargefahren eine konkrete Unterstützung erfährt", erklärt Lars Wygoda, dem Leiter der Feuerwehr, Herrn Christian Eichhorn.

Risiko wird unterschätzt

Trotz der zunehmenden Gefahr unterschätzen nach einer aktuellen Umfrage die meisten Menschen das Risiko, selbst Opfer von Extremwetter zu werden. Fehlende Eigenvorsorge und Prävention führen dazu, dass viele Bürgerinnen und Bürger weitgehend unvorbereitet von den Auswirkungen extremer Wetterlagen betroffen werden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat daher gemeinsam mit der Verbraucherzentrale und der Versicherungswirtschaft im November 2016 die "Elementarschadenkampagne NRW' gestartet. Ziel ist es, über Elementargefahren und Möglichkeiten der Vorsorge aufzuklären.

FW Iserlohn

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