Sieben Mal Gold für Feuerwehr-Teams aus Deutschland

Villach 4.Tag: „Villach on Fire“ ist Legende, der letzte Tag bei den olympischen Spielen der Feuerwehr war noch mal von spannenden Wettkämpfen geprägt - Großes Lob an Gastgeber Österreich.

Die Organisatoren hatten die Leitersteigeanlage in die Innenstadt verlegt. Allerdings hatten die Veranstalter auch hier das große Interesse unterschätzt. Schon kurz vor dem ersten Start waren gute Plätze ausgebucht. Mittags waren die im Stadion parallel laufenden traditionellen Wettkämpfe zu Ende und viele kamen noch zur Steigeanlage, um live dabei sein zu können. Jetzt wurde es richtig eng. Selbst die Gastronomie hatte den Besucheransturm unterschätzt, Mittag waren Bier und Brause alle. Für die deutschen Starter konnte Rene Frost vom Team Lausitz in der Gruppe der freiwilligen Feuerwehren den 2. Platz ersteigen mit 14,21s. Am Abend dann die große Abschlussveranstaltung im Stadion mit den Hauptsiegerehrungen und den Abschlussworten.

Höchstleistungen in Feuerwehruniform

„Sieben Goldmedaillen für das Feuerwehr-Team Deutschland: Das ist ein toller Erfolg für die deutschen Athleten! Hier wurden Höchstleistungen in Feuerwehruniform und Sportdress gezeigt – und belohnt“, gratuliert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), bei der Siegerehrung der „Olympischen Spiele der Feuerwehr“ des Weltfeuerwehrverbandes CTIF im österreichischen Villach.

Im Internationalen Feuerwehr-Sportwettkampf sicherten sich die Männer aus dem Team Lausitz in der Gesamtwertung aus 100m Hindernislauf, Löschangriff nass, 4x100m Hindernis-Staffel und Hakenleiter Gold. Im Löschangriff nass begeisterte das Team Märkisch-Oderland mit der Gold-Zeit von 00:24,22 Sekunden.

Im Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerb gab es Goldmedaillen für die Gruppen Herrenberg-Kuppingen (BW), Renningen (BW) und Nidderau-Eichen (HE) (alle Männer A), Langenbach (RP) (Männer B) sowie Nidderau-Eichen (HE) (Frauen A).

Großes Lob an Gastgeber Österreich

Klaus-Georg Franke, Bundeswettbewerbsleiter des DFV und gleichzeitig Vorsitzender der Kommission Internationale Wettbewerbe des CTIF, spricht den österreichischen Organisatoren großes Lob aus: „Das waren perfekte Rahmenbedingungen! Vielen Dank an die zahlreichen Helfer, deren unermüdlicher Einsatz den reibungslosen Ablauf ermöglicht hat.“

DFV-Präsident Hartmut Ziebs dankt auch allen deutschen Wertungsrichtern für ihr Engagement: „Die hohe Professionalität dieses ehrenamtlichen Engagements hat mich begeistert.“ Deutschland stellte 36 von insgesamt 256 Bewertern und Wettkampfrichtern in den Bereichen der Traditionellen Internationalen Feuerwehrwettbewerbe, des Internationalen Feuerwehr-Sportwettkampfes sowie des Internationalen Jugendfeuerwehrbewerbs.

Heinrich Scharf, Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr, freute sich über den tollen Erfolg der Jugendfeuerwehrbegegnung in Österreich: „Mein herzlicher Dank gilt dem gesamten Organisationsteam des Landesfeuerwehrkommandos Kärnten. Unsere Gastgeber empfingen uns mit einem wunderbaren Rahmenprogramm, das uns alle begeisterte. Villach war bestens vorbereitet, auch weil alle Beteiligten so freundschaftlich und kameradschaftlich zusammenarbeiteten.“

Bei den Jugendfeuerwehren kam die Gruppe aus dem bayrischen Heldenstein in der gemischten Wertung auf den 14. Platz. Die Mannschaft aus Oberneukirchen (ebenfalls Bayern) belegte den 16. Rang.

Ergebnisse der Sportwettkämpfe

Im Internationalen Feuerwehr-Sportwettkampf gab es folgende Platzierungen für deutsche Einzelstarter sowie Teams:

  • Gesamtwertung Männer (Hakenleiter, 100 m Hindernislauf, Löschangriff nass und 4x100m Hindernis-Staffel): Gold für Team Lausitz, Silber für Märkisch-Oderland, Bronze für Mecklenburg-Vorpommern
  •  Gesamtwertung Frauen (Hakenleiter, 100 m Hindernislauf, Löschangriff nass und 4x100m Hindernis-Staffel): Silber für Brandenburg 1 und Team Mecklenburg-Vorpommern, Bronze für Brandenburg 2
  • Hakenleitersteigen: Silber für René Frost (Team Lausitz) mit neuem deutschen Rekord in 14:21 Sekunden, Bronze in der Mannschaftswertung für das Team Lausitz, Team Mecklenburg-Vorpommern auf Rang 5, Märkisch-Oderland auf Platz 6.
  • Zweikampf Hakenleiter/100m: 7. Platz für Tommy Paulick (Team Lausitz)
  • Löschangriff nass (Männer): Gold für Team Märkisch-Oderland, Silber für Team Lausitz, Team Mecklenburg-Vorpommern auf Rang 4
  • Löschangriff nass (Frauen): Silber für Team Brandenburg 1, 4. Platz Team Mecklenburg-Vorpommern, 7. Platz Team Brandenburg 2
  • 4x100m Hindernis-Staffel (Männer): Silber für Team Lausitz, 5. Platz Märkisch-Oderland, 6. Platz Mecklenburg-Vorpommern
  • 4x100m Hindernis-Staffel (Frauen): Brandenburg 1 auf Rang 6, Mecklenburg-Vorpommern auf Platz 8, gefolgt von Brandenburg 2 auf Platz 9
  • 100m Hindernislauf (Männer): Bronze für Team Lausitz, 5. Platz Märkisch-Oderland, 6. Platz Mecklenburg-Vorpommern. Beste deutsche Einzelstarter: 9. Tommy Paulick (Team Lausitz), 13. Maik Berger (Märkisch-Oderland)
  • 100m Hindernislauf (Frauen): 6. Platz für Team Brandenburg 1, 7. Platz für Team Mecklenburg-Vorpommern.

Ergebnisse Traditionelle Wettbewerbe

Im Traditionellen Internationalen Wettbewerb werden die Medaillen Gold/Silber/Bronze je an das entsprechende Drittel der Gesamtwertung vergeben.

Deutsche Teams erhielten folgende Medaillen (Platzierung in Klammern):

  • Herren A: Gold für Herrenberg-Kuppingen (BW) (16), Renningen (BW) (24) und Nidderau-Eichen (HE) (25), Silber für Lich Nieder-Bessingen (HE) (27), Suhl (TH) (28), Densberg (HE) (33) und Olpe (NW) (34) bei 76 angetretenen Mannschaften
  • Herren B (alle über 30 Jahre): Gold für Langenbach (RP) (11), Silber für Felde (NI) (13) und Huttengrund (HE) (22) bei 32 angetretenen Mannschaften
  • Frauen A: Gold für Nidderau-Eichen (HE) (8), Silber für Lich Nieder-Bessingen (HE) (11) (bei 23 angetretenen Mannschaften)
  • Frauen B (alle über 30 Jahre): Bronze für Hasselroth (HE) (5) (bei sechs angetretenen Mannschaften)

Bei der Abschlussfeier der 16. Internationalen Feuerwehrwettbewerbe und 21. Jugendfeuerwehrwettbewerbe des Weltfeuerwehrverbandes im Stadion Lind bot sich ein beeindruckendes Bild der knapp 2.900 Teilnehmer aus 27 Nationen.

DFV-Präsident Hartmut Ziebs blickt abschließend in die Zukunft: „Ich freue mich auf ein Wiedersehen in vier Jahren bei den internationalen Wettbewerben in Slowenien.“

Die Ergebnislisten werden unter www.villachonfire.at/ergebnislisten bereitgestellt.

rasa/DFV

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