Fahrsimulator für Bayerns Feuerwehren

Als erster Landesverband beschafft der LFV-Bayern einen Fahrsimulator für seine Freiwilligen Feuerwehren.

Als erstes Bundesland hat Bayern einen Sondersignal-Fahrtrainer für die Freiwilligen Feuerwehren angeschafft . Die Angehörigen der Feuerwehren können jetzt stressige Blaulicht-Fahrten in einem Simulator trainieren - denn das schnelle Fahren will gelernt sein.

Der Innenstaatssekretär Gerhard Eck hat gestern in der Feuerwache Dingolfing gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Alfons Weinzierlden den neuen Fahrsimulator für die bayerischen Feuerwehren in Dienst gestellt. "Das neue simulationsgestützte Fahrtraining ist ein wichtiger Beitrag zur weiteren Verbesserung der Sicherheit unserer Feuerwehrler in Bayern", so Eck. "Einsatzfahrten stellen eine besondere Herausforderung dar. Genau hier setzt der Fahrsimulator mit seinen Trainingsmöglichkeiten an und schult das richtige Verhalten."

Die Schulungen werden in Kooperation mit der Versicherungskammer Bayern angeboten. Gerhard Eck: "Die Rückmeldungen über die ersten Schulungstage zeigen bereits: Das Fahrtraining ist ein voller Erfolg."

Nach einer Alarmierung ist für die Feuerwehr Eile geboten, um Leben zu retten und Sachwerte zu schützen. Jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann will schnellstmöglich an den Einsatzort, um dort zu helfen. Die ständig zunehmende Verkehrsdichte und die manchmal unzureichende Aufmerksamkeit der übrigen Verkehrsteilnehmer machen Einsatzfahrten mit Blaulicht und Martinshorn besonders gefährlich.

Der Innenstaatssekretär: "Mit dem neuen Fahrsimulator üben unsere Feuerwehrdienstleistenden anhand von Computersimulationen das richtige Verhalten bei Einsatzfahrten: Das vorausschauende Fahren mit Blaulicht, das schnelle Einschätzen der Verkehrssituation und ein besonnenes und verantwortungsvolles Handeln unter Stress."

Die hochmoderne Ausstattung des Fahrsimulators ermöglicht hier vielfältige Übungsszenarien. Die Fahrer können Situationen üben und erleben, um bei einem realen Einsatz ernste Folgen zu vermeiden. Innenstaatsekretär Gerhard Eck dankte abschließend allen Feuerwehrdienstleistenden für ihren unermüdlichen Einsatz: "Was Sie alle im Interesse der Sicherheit unseres Landes leisten, verdient höchste Anerkennung. Bleiben Sie weiter so engagiert! Und kehren Sie auch künftig gesund von allen Einsätzen zurück!"

Die Blaulichtfahrten sind in aller Regel Stress pur für die rund 50.000 ehrenamtlichen Feuerwehrleute in Bayern. Puls steigt auf 180 Sie fahren mit Sonderrechten und Martinshorn auf großen, oft ungewohnten Fahrzeugen in eine unbekannte Situation. Messungen haben ergeben, dass der Puls dabei auf 180 hoch geht. Der Landesvorsitzende des Bayerischen Feuerwehrverbandes Alfons Weinzierl spricht von einem Quantensprung für Bayerns Feuerwehren. Endlich könnten Einsatzfahrten simuliert werden, bei unterschiedlichsten Witterungs- und Einsatzlagen. Pro Jahr können rund 2.400 Fahrer auf dem mobilen Gerät Jahr trainiert werden. Der mobile Simulator rollt ab sofort zu allen Feuerwehren in ganz Bayern. Die Kosten von jährlich 360.000 Euro teilen sich der Freistaat und ein Sponsor.

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