Düsseldorfer Feuerwehr rettet Sittich

Eine Anwohnerin bemerkte einen verletzten Halsbandsittich, der sich zwischen geparkten Fahrzeugen versteckte und offenbar nicht mehr fliegen konnte. Daraufhin rief sie die Feuerwehr, die dann ein KLEF zur gemeldeten Adresse schickte.

Am Mittwochmorgen (26.7. 2017) meldete eine besorgte Anwohnerin der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf, dass unmittelbar vor ihrer Haustür ein verletzter Halsbandsittich auf der Straße kauerte. Daraufhin alarmierte der Leitstellendisponent das Kleineinsatzfahrzeug der Feuerwache Hüttenstraße zur gemeldeten Adresse.

Nur wenig später trafen die Feuerwehrmänner bei dem verletzten Vogel und der besorgten Anwohnerin ein. Auf dem Weg zur Arbeit hatte die aufmerksame Melderin den Jungvogel bemerkt, der sich zwischen den parkenden Autos vor ihrer Haustür versteckte. Sie erkannte, dass es sich um einen Halsbandsittich handelte, da diese Vögel in Düsseldorf schon lange zum Stadtbild gehören und durch ihre grüne Farbe sehr auffällig sind. Aus Sorge um das Tier verblieb sie bis zum Ende des Einsatzes bei dem verletzten Vogel und verpasste deshalb sogar ihre Bahn.

Tierarzt konnte nicht mehr helfen

Als die Tierretter dort ankamen, erhärtete sich der Verdacht, dass der kleine Vogel stark verletzt war. Er konnte nicht mehr fliegen, sondern hüpfte nur noch auf der Straße herum. Zwei Feuerwehrbeamte fingen ihn vorsichtig ein und lagerten ihn behutsam in einer Tiertransportbox. Dann transportierten sie ihn zu einer nah gelegenen Tierklinik, in der er tierärztlich versorgt wurde. Leider waren die Verletzungen des Tieres so schwer, dass er dort eingeschläfert werden musste.

Seit den 80er Jahren leben die Halsbandsittiche in Düsseldorf. Ursprünglich stammen die bunten Vögel aus Indien, wurden in Deutschland gehalten und sind irgendwann entflogen. Zu Hunderten lebten sie in Grünanlagen am Rhein entlang verteilt, bis sie schließlich in Köln und dann in Düsseldorf ihre Nistplätze einrichteten.

FW Düsseldorf

Weitere Beiträge zu den Themen: 

Heute am meisten gelesen

(Bild: Screenshot DWD Warnwetter-App)

Nachdem die Firma WetterOnline vor dem Landgericht Bonn klagte, darf die Warnwetter-App vom Deutschen Wetterdienst (DWD) nicht mehr alle Dienste kostenfrei anbieten.
Teil 2: Allgemeine Anforderungen - Sicherheit und Leistung; Deutsche Fassung EN 1846-2:2001+A3:2009

In der FEUERWEHR lesen Sie:

Gefahrguteinsatz auf der A 24: Freisetzung von Säure
So geht’s: Löschen mit Schaum
Nachwuchsgewinnung: Gründung einer Kinderfeuerwehr
Feuerwehr Fürstenwalde: Drei Hilfeleistungslöschfahrzeuge beschafft
ICE-Neubaustrecke: Großübungen zum Schutz der Bahnstrecke

Neuen Kommentar schreiben