Einsatz in 54 Metern Höhe

Im Münchener Stadtteil Au klagte ein Kranführer über Schmerzen in der Brust. Er war nicht mehr in der Lage, eigenständig vom Kran herabzusteigen. Aufgrund des dichten Schneetreibens konnte kein Rettungshubschrauber eingesetzt werden.

Am Montagvormittag ist auf einer Baustelle in der Oberen Au ein Kranführer aus einem Baukran in etwa 54 Metern Höhe von der Feuerwehr gerettet worden. Der Vorarbeiter der Baustelle alarmierte die Feuerwehr München. Ein Kranführer hatte über Schmerzen in der Brust geklagt und war nicht mehr in der Lage, eigenständig von dem Baukran herabzusteigen.

Als die disponierten Kräfte an der Einsatzstelle eintrafen, wurden sie vom Vorarbeiter empfangen und eingewiesen. Die Besatzungen eines Rettungs- sowie eines Notarztwagens stiegen umgehend zu dem Patienten in die Höhe, um die medizinische Versorgung durchzuführen. Die ebenfalls kurze Zeit später eintreffenden Kräfte der Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr folgten ihnen und bereiteten die Rettung vor.

Schneetreiben verhindert Einsatz eines Hubschraubers

Um den Kranführer von dem Baukran auf Erdgleiche zu bringen, wurde anfangs ein Rettungshubschrauber mit Seilwinde angefordert. Aufgrund der immer schlechter werdenden Wetterverhältnisse konnte die Seilwinde jedoch nicht eingesetzt werden. Um die Rettung bei inzwischen dichtem Schneetreiben durchführen zu können, demontierten die Höhenretter Teile der Kranbrüstung. Anschließend seilte sich ein Höhenretter zusammen mit dem in einem Bergesack befindlichen Patienten ab.

Der 56-jährige Kranführer wurde mit dem Verdacht auf einen Herzinfarkt zur weiteren Behandlung in eine Münchner Klinik transportiert.

BF München

Weitere Beiträge zu den Themen: 

Heute am meisten gelesen

Absicherung einer Unfallstelle auf der Autobahn (Foto: FW Kaarst)

In der vergangenen Woche hatten die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kaarst (NRW) alle Hände voll zu tun. Bis zum Sonntagabend wurden 22 Einsätze abgearbeitet.

Lutz Kluge rettete Mann aus brennendem Fahrzeug (Foto: Goodyear)

Im September 2018 rettete Lutz Kluge einem verunfallten Mann das Leben, indem er die klemmende Tür des brennenden Fahrzeugs öffnete und dem verletzten Fahrer so das Entkommen aus dem Inferno ermöglich

In der FEUERWEHR lesen Sie:

Gewerbegebiet bei Bonndorf: Vollbrand in wenigen Minuten
Wasserversorgung: Die Erfindung der Storz-Kupplung
Projekt CopKa: Multikopter liefern Infos für die Einsatzleitung
Schaummittel-Logistik Berlin: Die neuen Abrollbehälter Brand-Schaum
Sanitätsdienst Bundeswehr: Einsatzbereit im In- und Ausland

Neuen Kommentar schreiben