Großeinsatz nach Lkw-Unfall auf der A 1

Der schwere Verkehrsunfall am gestrigen Montagabend auf der A 1 bei Maschen (LK Harburg, NI) forderte drei teils Schwerverletzte und führte zur Vollsperrung der Autobahn. Der Lkw hinterließ eine Spur der Verwüstung. Er war ins Schleudern gekommen, umgekippte und blockiert beide Fahrtrichtungen. Dabei traf er noch fünf Pkw, die er teilweise schwer zerstörte. Ein groß angelegter Rettungseinsatz der Feuerwehren und Rettungsdienste aus Niedersachsen und Hamburglief lief an.

Um 18.13 Uhr waren die Freiwillige Feuerwehr Maschen, ein RTW und der Notarzt des DRK sowie Kräfte der Feuerwehr Hamburg zu dem Unfall auf die Autobahn A 1 alarmiert worden. Der mit Heidetopfblumen beladener Sattelzug kam auf der Richtungsfahrbahn Hamburg nach rechts von der Fahrbahn ab, walzte die Schutzplanke nieder, brach nach dem Gegenlenken durch die Mittelleitplanke und stürzte um. Er kam quer zu den beiden Richtungsfahrbahnen Hamburg und Bremen zum Liegen. Der Lkw-Fahrer wurde leichter verletzt in der Kabine eingeklemmt. Auf seinem Schleuderkurs kollidierte der Lkw noch mit weiteren Pkw, darunter einem Seat, der völlig zerstört auf dem Standstreifen zum Stehen kam. Der Fahrer und die Beifahrerin wurden schwer verletzt.

Aufgrund der anfangs unklaren Lage mit den zahlreichen beteiligten Pkw wurden zwei weitere RTW der Johanniter Unfall Hilfe, der Rettungshubschrauber Christoph 29 der Bundespolizei sowie der Löschzug 31 der Feuer- und Rettungswache Harburg, ein RW und der Notarzt mit Rettungswagen der BF Hamburger sowie die Freiwilligen Feuerwehren aus Neuland und Warwisch (Hamburg) alarmiert.

Die Kräfte der FF Maschen waren schnell vor Ort. Sie retteten den Fahrer des umgestürzten Lkw ohne technische Hilfsmittel aus der zerstörten Kabine und versorgten die zahlreichen Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Der Fahrer des Seat kam nach medizinischen Versorgungen notarztbegleitet mit dem Rettungshubschrauber in das AK St. Georg. Die Beifahrerin des Seat kam mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus Mariahilf, und der leichter verletzte Lkw-Fahrer wurde mit RTW in das AK Harburg verbracht.

Die Kräfte der Feuerwehr mussten auslaufende Betriebsstoffe aus dem umgestürzten Lkw abstreuen und den Brandschutz sicherstellen. Um 21.01 Uhr wurde die FF Maschen erneut alarmiert, um mit Personal und Geräten die Bergung des umgestürzten Lkw zu sichern.
Matthias Köhlbrandt

Weitere Beiträge zu den Themen: 

Heute am meisten gelesen

Sieben Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden im Sprechfunk ausgebildet. (Foto: FW Gangelt)

Sieben Einsatzkräfte der Feuerwehr Gangelt (NRW) wurden kürzlich im Sprechfunk ausgebildet.

Absicherung einer Unfallstelle auf der Autobahn (Foto: FW Kaarst)

In der vergangenen Woche hatten die ehrenamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kaarst (NRW) alle Hände voll zu tun. Bis zum Sonntagabend wurden 22 Einsätze abgearbeitet.

In der FEUERWEHR lesen Sie:

Gewerbegebiet bei Bonndorf: Vollbrand in wenigen Minuten
Wasserversorgung: Die Erfindung der Storz-Kupplung
Projekt CopKa: Multikopter liefern Infos für die Einsatzleitung
Schaummittel-Logistik Berlin: Die neuen Abrollbehälter Brand-Schaum
Sanitätsdienst Bundeswehr: Einsatzbereit im In- und Ausland

Neuen Kommentar schreiben