Großfeuer auf Thüringer Campingplatz

Ein flammendes Inferno tobte nach mehreren Explosionen gestern Abend auf dem Campingplatz am Bergsee Ratscher in Thüringen. Drei Personen wurden verletzt. Fünf Freiwillige Feuerwehren kämpften mehrere Stunden mit dem Feuer und verhinderten noch größere Schäden. Rettungsdienste mussten zahlreiche unter Schock stehende Camper betreuen.

Die Freiwillige Feuerwehr Schleusingen wurde gestern Abend (4. Oktober 2015) kurz nach 20.00 Uhr zu mehreren brennenden Wohnwagen auf den zum Stadtgebiet gehörenden und nur wenige Kilometer entfernten Campingplatz am Bergsee (Talsperre) Ratscher im Landkreis Hildburghausen alarmiert. Bereits während der Anfahrt informierte die integrierte Leitstelle in Suhl die anrückenden Kräfte über eine Gasexplosion auf dem von Dauercampern genutzten Platz.

Die erste Lageerkundung ergab, dass bereits mehrere Wohnwagen, Bungalows und Fahrzeuge auf einer größeren Fläche lichterloh in Flammen standen. Einige Camper liefen in der Dunkelheit orientierungslos und schreiend in Panik auf dem Gelände umher. Sofort wurden weitere umliegende Feuerwehren nachalarmiert.

Unter schwerem Atemschutz gingen die ersten Trupps zum Löschen der mehr als ein halbes Dutzend in Brand stehenden Wohnwagen und Bugalows vor. Wichtig war vor allem, das Übergreifend des Feuers durch den dichten Funkenflug und die intensive Wärmestrahlung auf die anderen Campingunterkünfte zu verhindern. Zur Wasserversorgung wurde das Löschwasser mit mehreren Pumpen aus dem Stausee geliefert

Immer wieder mussten sich die Feuerwehrleute bis zum Eintreffen weiterer Rettungswagen und Notärzte auch um die unter Schock stehenden Personen kümmern, die teilweise in Panik wieder auf das Flammeninferno zuliefen. Gefahr ging für Camper und die Löschkräfte von den immer wieder weiter explodierenden Gasflaschen in den Campingfahrzeugen aus.

Über den Führungskraftwagen des Landkreises Hildburghausen wurde der Einsatz der nach und nach anrückenden Kräfte und Mittel u. a. der Freiwilligen Feuerwehren Crock, Hinternah, Waldau und der Kreisstadt Hildburghausen koordiniert. Die Löscharbeiten dauerten mehrer Stunden bis nach Mitternacht an.

Letztlich brannten mindestens acht nebeneinander stehende Wohnwagen, mehrer Bungalows und ein Personenkraftwagen ab.

Nach ersten Erkenntnissen gab es nur drei leicht verletzte Personen.

Wie es zu der den Brand auslösenden Explosion kam, ermittelt derzeit die Polizei.

Marcus Heinz

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Kommentare

Riesiges Lob für die Menschen, die hier FREIWILLIG ihr Leben riskieren um andern zu helfen! Was wären wir nur ohne solch gut ausgebildeten mutigen Feuerwehr-männer/ und-frauen! Ich hoffe nur das dieses Unglück für alle Camper als Warnung dient. Seid sorgfälig im Umgang mit den Gasflaschen! Ihr gefährdet nicht nur euch, sondern auch andere. Zum Glück gab es keine Toten. Liebe Feuerwehrleute, Danke das es euch gibt!

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