Hamburg: Lkw-Unfall im Neuen Elbtunnel

Am Dienstagmorgen erhielt die Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg eine Notrufmeldung über einen Auffahrunfall von vier LKW in der ersten Tunnelröhre des Neuen Elbtunnels mit einer eingeklemmten und einer reanimationspflichtigen Person.

Die alarmierten Einsatzkräfte stellen kurze Zeit später vor Ort fest, dass der Fahrer des letzten Fahrzeuges, ein Sattelzugfahrzeug mit Kippmuldenauflieger, bereits von unfallbeteiligten Bundeswehrsoldaten auf der Fahrbahn reanimiert wurde. Ein weiterer verletzter Soldat, Fahrer eines davorstehenden Bundeswehr-Lkw mit Ladepritsche, der zunächst als im Fahrzeug eingeklemmt gemeldet wurde, war bereits von seinen ebenfalls verletzten Kameraden aus seinem Fahrzeug befreit und versorgt worden.

Der Fahrer des zweiten Bundeswehr-Lkw mit Ladepritsche, der an zweiter Position stand, wurde ebenfalls verletzt und durch seine Kameraden betreut. Beide Bundeswehr-Fahrzeuge waren unbeladen. Der Fahrer des an erster Position stehenden Lkw, eine Sattelzugmaschine mit Auflieger und Planen-Aufbau, war bei dem Unfall unverletzt geblieben.

Nach Sichtung aller Patienten durch den anwesenden Notarzt und rettungsdienstlicher Versorgung durch die Notfallsanitäter der Feuerwehr Hamburg wurden im weiteren Verlauf insgesamt vier leichtverletzte Soldaten mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser befördert. Der schwerverletzte und reanimationspflichtige Fahrer des letzten Lkw wurde unter maximaler notfallmedizinischer Versorgung notarztbegleitet in einem Rettungswagen in eine nahegelegene Klink befördert, verstarb jedoch wenig später. Nach Abschluss der Rettungsmaßnahmen wurde die Einsatzstelle dem Verkehrsunfalldienst der Polizei sowie den Feldjägern der Bundeswehr zur Ursachenermittlung übergeben.

 

 

Insgesamt waren 30 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Hamburg mit einer Löschgruppe, einem Führungsdienst (B-Dienst), einem Gerätewagen Rüst 2, zwei Vorausrüstwagen-Tunnel, zwei Sonderlöschfahrzeuge-Tunnel, fünf Rettungswagen, einem Notarzteinsatzfahrzeug und dem diensthabende Pressesprecher vor Ort im Einsatz.

Feuer- und Rettungswache Othmarschen

Die Feuer- und Rettungswache ist ausgelegt für die Unterbringung der bisherigen Elbtunnelfeuerwehr und der zukünftigen Fahrzeuge und Kräfte für die Deckelung der A 7. Die Aufgaben des Brandschutzes und der technischen Hilfeleistung werden für den Elbtunnel und den zukünftigen Deckel mit jeweils 3 Mitarbeitern und jeweils einem Sonderlöschfahrzeug Tunnel und einem Vorausrüstfahrzeug wahrgenommen.

Durch den neuen Standort werden die Eingreifzeiten im Elbtunnel um bis zu 2 Minuten schneller - eine deutliche Verbesserung zu dem vorherigen Standort. Des Weiteren sind in der neuen Feuer- und Rettungswache Othmarschen 2 Rettungswagen für die Wohnbereiche um den Standort herum und natürlich auch für die A 7 stationiert.

Die Feuer- und Rettungswache Othmarschen ist seit dem 01.12.2017 in Dienst.

Das Gebäude ist 67 m lang, 16 m tief und 11 m hoch. Es beherbergt eine Feuer- und Rettungswache sowie eine Polizeiwache. Die Baukosten betrugen knapp unter 10 Mio EUR, es stehen nunmehr 2500 qm an nutzbarer Fläche zur Verfügung. Die Feuerwehr kann in der Wache 8 Fahrzeugstellplätze, die Polizei 2 nutzen.

Red. mit FW Hamburg

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