Industriebrand: Erst schrauben, dann löschen

Das Feuer wütete im Innern einer Absauganlage, so dass die Trupps unter schwerem Atemschutz Probleme hatten, an den Brandherd zu gelangen. Es folgte mühevolle Kleinarbeit mit Schraubenschlüsseln.

Gegen 08:40 Uhr lief am Montag (12.6. 2017) in der Feuer- und Rettungsleitstelle des Märkischen Kreises (NRW) ein Notruf über einen Brand in einem Industriebetrieb in der Plettenberger Wiesenstraße ein.

Mit dem Stichwort "Brand im Gebäude" wurden daraufhin umgehend die Kräfte der hauptberuflichen Wache inklusive Führungsdienst, sowie der ehrenamtliche Löschzug 1, bestehend aus den Löschgruppen Stadtmitte und Landemert alarmiert. Vor Ort angekommen, drang beißender Rauch aus einer Produktionshalle. Die Mitarbeiter konnten zuvor alle rechtzeitig das Gebäude verlassen.

Eine Absauganlage stand in Vollbrand. Problem für die Einsatzkräfte: Der Brand befand sich inmitten eines Maschinenkörpers, weshalb die vorgehenden Trupps unter schwerem Atemschutz zunächst Mühe hatten, an den Brandherd zu gelangen.

Erst schrauben, dann löschen

Mit Handwerkzeug und Schraubenschlüsseln ausgerüstet, musste die Maschine in mühevoller Kleinarbeit unter den erschwerten Bedingungen einer starken Rauchentwicklung bei fast Nullsicht demontiert werden. Da ein erweiterter Atemschutzeinsatz zu erwarten war, wurde die Löschgruppe Holthausen durch die Einsatzleitung nachalarmiert.

Erst nach gut über einer Stunde konnten mehrere Trupps den Brand durch Vornahme von Kohlenstoffdioxidlöschern und einem Löschrohr unter Kontrolle bringen. Was folgte, waren Nachlöscharbeiten und eine Entrauchung der Produktionshallen durch Hochleistungslüfter der Feuerwehr. Erst nach über zwei Stunden konnte der Einsatz der Feuerwehr beendet werden und die Brandschützer in ihre Standorte zurückkehren.

FW Plettenberg

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