Lkw-Brand bindet Feuerwehr Hemer acht Stunden lang

Aus noch ungeklärten Gründen geriet die Ladung eines rumänischen Lkw, der im Hemer Industriegebiet Edelburg parkte, in der Nacht auf den 13. Mai in Brand.

Um 23:14 wurde der Feuerwehr Hemer (LK Märkischer Kreis, NRW) eine Rauchentwicklung aus einem abgestellten Lkw gemeldet. Anrufer war der Fahrer selber, der durch einen lauten Knall geweckt wurde. Er hatte noch vergeblich versucht das Feuer mit einem Feuerlöscher selber zu löschen, ehe er die Feuerwehr verständigte.

Bei Eintreffen der hauptamtlichen Kräfte drang bereits dichter Rauch aus dem Containerauflieger, der voll mit Badarmaturen und Kunststoffteilen beladen war. Der Brandherd konnte mittels einer Wärmebildkamera in der Mitte des Containers ausgemacht werden. Da sich abzeichnete, dass der Zugang zu selbigem langwierig sein wird, ließ Einsatzleiter Markus Langenbach die Löschgruppe Becke zur Unterstützung nachalarmieren.

Container wird geöffnet

Um an den Brandherd zu gelangen war es notwendig den Containeranhänger an mehreren Stellen mit einem Trennschleifer zu öffnen. Im Verlauf des Einsatzes zeigte sich jedoch, dass trotz des massiven Löschwassereinsatzes durch zwei C-Rohre keine ausreichende Löschwirkung zu erzielen war. Aufgrund der dicht gepackt Paletten konnte das Wasser durch die geschaffenen Öffnungen den Brandherd nicht vollständig erreichen.

Als einzige Möglichkeit verblieb, den Container unter Einsatz von Atemschutzgeräteträgern vollständig leer zu räumen. Da hierfür ein enormer Personalaufwand vonnöten war, wurde gegen kurz nach 4 Uhr zusätzlich die Löschgruppe Landhausen alarmiert. Insgesamt wurden sieben Trupps unter Atemschutz, teilweise mehrfach, eingesetzt. Auch ein Radlader des Bauhofes kam beim Entladen des Aufliegers zum Einsatz.

Vor Ort befanden sich 29 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Der Einsatz konnte nach über acht Stunden um 7:45 Uhr beendet werden. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

S. Koston, FW Hemer

 

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