Wintereinbruch sorgt für viele Einsätze

Am vergangenen Wochenende rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste zu zahlreichen wetterbedingten Einsätzen aus.

Tief Xanthos ist mit Schnee und starken Windböen über Deutschland hinweggezogen. Häufig sorgte der nasse und damit schwere Schnee häufig für Störungen: Bäume büßten Äste ein oder fielen ganz um. Zudem passten Autofahrer nicht immer ihre Geschwindigkeit an die Witterungsbedingungen an.

Ganz anders die Feuerwehr Mülheim: Sie rüstete die Rettungsdienstfahrzeuge aufgrund des heftigen Schneefalls am Sonntag (10.12. 2017) sogar mit Schneeketten aus. Bewältigt wurden 88 Rettungsdiensteinsätze; meist waren Personen auf dem glatten Untergrund gestürzt und hatten sich Verletzungen zugezogen.

20 Einsätze in Bochum

Auch bei der Feuerwehr Bochum standen am Sonntag mehrere Einsätze im direkten Zusammenhang mit dem Wetter. Neben Stürzen auf glatten Wegen, wurden auch mehrere kleinere Verkehrsunfälle gemeldet. In wenigen Stunden wurden Feuerwehr und Rettungsdienst zu fast 20 Einsätzen gerufen, die auf den starken Schneefall zurückzuführen waren. Glücklicherweise entstanden bei allen Einsätzen nur unkritische Verletzungen und Blechschäden. Der Fahrzeuge von Feuerwehr und Rettungsdienst wurden im Vorfeld ebenfalls mit Schneeketten ausgerüstet um Einsatzstellen sicher erreichen zu können.

Feststeckende Fahrzeuge

Die Freiwillige Feuerwehr Breckerfeld (NRW) befreite mehrere Fahrzeuge, die aufgrund des heftigen Schneefalls feststeckten. Ein Räumfahrzeug arbeitete sich zu den insgesamt vier Fahrzeugen vor und zog sie auf befahrbares Terrain. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Löschzugs Breckerfeld unterstützen bei der Bergung. Weitere Fahrzeuge Richtung Ennepetal konnten bei der Erkundungsfahrt unter Zuhilfenahme eines Traktors nicht ausfindig gemacht werden.

Säuglinge in Unfall verwickelt

In Bedburg-Hau (NRW) kam es witterungsbedingt zu einem Zusammenstoß zweier Autos auf. Dabei wurden insgesamt sieben Personen verletzt; darunter zwei Säuglinge. Eine Beifahrerin musste von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus dem Fahrzeug befreit werden. Glück für alle Beteiligten: Ein Rettungswagen wurde Zeuge des Unfalls und konnte sofort Hilfe leisten und weitere Kräfte alarmieren.

Tödlicher Lkw-Unfall

Ein tödlicher Lkw-Unfall ereignete sich am Sonntagnachmittag in Heiligenhaus. Aus bisher ungeklärter Ursache kam der Lkw von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. . "Bereits die Anfahrt war gefährlich.", erklärt Einsatzleiter Ulrich Heis. "Selbst bei langsamer Fahrweise sind unsere Fahrzeuge mehrfach gerutscht. Eine Zwickmühle für unsere Einsatzkräfte - denn wir wollen eben schnell helfen." Der Fahrer war nicht eingeklemmt und wurde von der Feuerwehr, gemeinsam mit Notarzt und Rettungsdienst, aus dem Fahrzeug geholt und in den Rettungswagen verbracht. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb der Fahrer noch an der Unfallstelle.

Fahrzeug dreht sich und kippt in einen Graben

Die Feuerwehr Oldenburg (NI) meldete insgesamt acht Unfälle auf den Autobahnen A 28 und A 29 aufgrund des Schneefalls und der glatten Straßenverhältnisse. Im schwerwiegendsten Fall befuhr eine 29-Jährige Oldenburgerin mit ihrem Renault die A 28 in Fahrtrichtung Bremen. Sie führte trotz der Glätte in Höhe der Anschlussstelle Neuenkruge ein Überholmanöver durch. Als sie danach den Fahrstreifen wieder zurück auf den Hauptfahrstreifen wechseln wollte, kam sie ins Schleudern. Das Fahrzeug drehte sich und kam nach rechts von der dort nicht beplankten Fahrbahn ab. Nach dem Einschlag in den Graben kippte der Pkw auf die linke Seite, wo er liegen blieb. Dank dreier Ersthelfer konnte die Oldenburgerin über das Beifahrerseitenfenster aus dem Pkw gezogen werden. Sie verletzte sich bei dem Unfall leicht und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Red.

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