Naturgewalten verursachten Milliardenschäden

2,6 Milliarden Euro Schäden gehen allein auf das Konto von Sturm und Hagel – der Naturgefahrenreport 2018 lässt auch für das laufende Jahr keine positive Prognose zu.

„Wenige verheerende Stürme über weiten Teilen Deutschlands und viele lokale Unwetter mit Hagel und Starkregen prägen das Schadenjahr 2017. Es war erneut ein Jahr der extremen Ereignisse“, sagte der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) Wolfgang Weiler bei der Vorstellung des neuen Naturgefahrenreportes in Berlin.

Von den 2,9 Milliarden Euro Gesamtschaden entfallen auf die Sachversicherer Schäden an Wohngebäuden, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft in Höhe von zwei Milliarden Euro. Die Kfz-Versicherer schulterten Schäden an Fahrzeugen in Höhe von 860 Millionen Euro. In der Langzeitbetrachtung seit 2000 verursachen alle Naturgewalten im Durchschnitt einen versicherten jährlichen Schaden von 3,5 Milliarden Euro.

Winterstürme von 2017/2018 mit außergewöhnlich hohen Schäden

Die Stürme des Winters 2017/2018 schlagen bei den Wohngebäudeversicherern bereits mit über 1,2 Milliarden Euro zu Buche. „Wir gehen davon aus, dass 2018 in die Liga der fünf schwersten Sturmjahre der letzten 20 Jahre fallen wird“, sagte Weiler. Mehr als die Hälfte der Schäden geht auf das Konto der Stürme „Friederike“ und „Burglind“ im Januar 2018. Nur die Winterstürme „Lothar“ (1999), „Jeanett“ (2002) und „Kyrill“ (2007) waren seit 1997 noch stärker als „Friederike“.

Über den Naturgefahrenreport

Der Report bilanziert die Naturgefahrenschäden an Gebäuden, Gewerbe, Industrie und Fahrzeugen im Jahr 2017. In einem Schwerpunkt wird die Naturgewalt Sturm perspektivreich vom meteorologischen Phänomen über ihre verheerenden Kräfte bis zur Prävention betrachtet.

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V.

PDF icon Serviceteil zum Naturgefahrenreport 2018.pdf

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