Feuerwehr Kleve für Tierrettungen ausgezeichnet

Die Feuerwehr der Stadt Kleve erhielt von der Tierschutzorganisation PETA für die geglückten Pferderettungseinsätze der letzten Monate die Auszeichnung "Helden für Tiere".

Die Feuerwehr der Stadt Kleve erhielt von der Tierschutzorganisation PETA für die geglückten Pferderettungseinsätze der letzten Monate die Auszeichnung "Helden für Tiere".

Die Auszeichnung steht im direkten Zusammenhang mit den Rettungseinsätzen vom 29. August und 30. September 2018, welche durch den Löschzug Rindern, die Löschgruppen Düffelward, Keeken und Wardhausen-Brienen, sowie den Bediensteten der Stadt Kleve durchgeführt wurden.

Am 29. August gegen 10.30 Uhr hatte ein Landwirt im Ortsteil Düffelward bemerkt, dass zwei Pferde in einen vermeintlich ausgetrockneten Kolk geraten waren und bis zum Hals im Morast steckten. Sie konnten sich selbst nicht mehr aus dieser misslichen Lage befreien. Die Rettung gestaltete sich schwierig und dauerte letztlich fast 3,5 Stunden. Sie nahm aber ein glückliches Ende.

Das Vordringen zu den eingesunkenen Pferden war wegen des aufgeweichten Bodens sehr schwierig. Der herbeigerufene Tierarzt konnte zunächst nur per Schlauchboot an die Tiere heran. Jetzt war Kreativität gefragt: Es wurden durch ein ortsansässiges Tiefbauunternehmen mehrere Bagger an der Einsatzstelle zur Verfügung gestellt. Auch Metallplatten zur Stabilisierung des Untergrundes wurden angefordert. Gegen 12:50 Uhr konnte dann das erste Tier mit Hilfe eines Kettenbaggers aus dem Kolk gezogen werden. Das zweite Pferd konnte schließlich gegen 14:00 Uhr befreit werden.

Nur einen Tag später, am 30. August, wurde die Feuerwehr Kleve zu einer Tierrettung im Ortsteil Rindern gerufen. Ein Spaziergänger hatte bemerkt, dass ein Pferd in einem Teich bis zum Hals im Schlamm steckte. Das Pferd konnte sich selbst nicht mehr aus dieser misslichen Lage befreien. Erste Versuche, das Pferd mit einem Halfter und Seil zu unterstützen, brachten keinen Erfolg. Es wurde dann durch eine ortsansässige Tiefbaufirma ein Bagger an der Einsatzstelle zur Verfügung gestellt. Gegen 14:30 Uhr konnte das Pferd mittels Bagger aus dem Teich gezogen werden. Das Pferd hat die Aktion unverletzt überstanden.

Ruhiges und besonnenes Vorgehen ist entscheidend

PETA zeichnet Menschen und Organisationen für besonders tierfreundliches Verhalten aus. Einsätze mit Tieren sind auch für die Feuerwehr immer etwas besonderes. So auch bei den oben genannten Einsätzen, als sich die Pferde bis zum Hals im Morast bzw. Wasser befanden. Ein Vordringen war in beiden Fällen schwierig und konnte nur durch den Einsatz schweren Gerätes ermöglicht werden. In Absprache mit dem ortsansässigen Tierarzt, sowie durch das ruhige und besonnene Vorgehen aller Beteiligten konnten die Tiere letztendlich befreit werden.

Um optimal auf solche Schadensfälle vorbereitet zu sein, hatte die Feuerwehr der Stadt Kleve seit Januar diesen Jahres die ersten vier Mitglieder speziell im Bereich der Pferderettung durch eine Pferdewirtin bei der Feuerwehr-Akademie Niederrhein ausbilden lassen.

FW Kleve

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