Geltinger Seenotretter beziehen neue Räume

Auf der Station Gelting hat ein jahrzehntelanges Provisorium ein Ende: Die DGzRS hat dort neue Stationsräume offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Einsatz- und Ausbildungsmöglichkeiten der Freiwilligen haben sich damit erheblich verbessert.

Die Seenotretter haben den einstigen Kaufmannsladen aus Zeiten der Fährlinie nach Dänemark vom Betreiber des Sportboothafens Gelting-Mole (SH) gemietet. In den vergangenen 15 Jahren waren die Räume als Sauna genutzt worden. Ihr Betrieb wiederum wurde vor einigen Monaten eingestellt. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ergriff die Gelegenheit, nachdem jahrelange Bemühungen um ein eigenes Gebäude ohne Erfolg geblieben waren.

Mit der Anmietung der 106 Quadratmeter großen Räume hat die Freiwilligencrew erstmals in der 35-jährigen Geschichte der 1981 gegründeten Station Gelting ein eigenes festes Dach überm Kopf. Es gibt ausreichend Platz für die Aus- und Fortbildung der Seenotretter sowie für die 14-täglichen Treffen der kompletten Besatzung. Sogar eine kleine Küche ist vorhanden. „Das wird nicht zuletzt den Zusammenhalt stärken“, sagt Thilo Heinze, Vormann des in Gelting stationierten Seenotrettungsbootes JENS FÜERSCHIPP.

Einsatz- und Ausbildungsmöglichkeiten erheblich verbessert

Für die Freiwilligen sind die neuen Räume eine erhebliche Verbesserung. Da anfangs der Hafenmeister auch Vormann war, dienten damals zunächst seine Räume als Materiallager für das Seenotrettungsboot. Seit etwa 15 Jahren wiederum nutzte die Besatzung einen 30-Fuß-Wohncontainer. „Wir sind zwar nur 13 Freiwillige, mussten unsere Crew bei Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen aber immer teilen, weil der Platz nicht gereicht hat“, berichtet Heinze.

Zudem fehlte es an Stauraum für die umfangreiche persönliche Schutzausrüstung der Seenotretter. „Bisher mussten einige Kollegen Overalls und Sicherheitsschuhe von Zuhause mitbringen. Wurden sie während der Arbeit alarmiert, ging durch den Umweg wertvolle Zeit verloren“, sagt der Vormann. Auch über Sanitäranlagen verfügte der Container nicht. Das alles hat sich nun mit dem Umzug in das feste Gebäude geändert. „Wir fühlen uns hier sehr wohl.“

Johannes Petersen (v. l., s. Foto) und Hans-Ulrich Schütt, Geschäftsführer der Sportboothafengesellschaft Gelting-Mole, überreichten Vormann Thilo Heinze einen symbolischen Scheck über 1.000 Euro. Thomas Johannsen, Amtsvorsteher des Amtes Geltinger Bucht und Bürgermeister der Gemeinde Niesgrau, auf deren Gebiet der Hafen liegt, dankte den Seenotrettern für ihr Engagement und überreichte eine Spende der Gemeinde. Rosemarie Sörensen, stellvertretende Bürgermeisterin Gelting, überbrachte die Grüße der Nachbargemeinde.

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