Wasserrettungshunde besuchen Seenotretter

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bekamen auf ihrer Ausbildungsstation in Neustadt/Holstein Besuch von Buddy.

Der Berner Sennenhund gehört zur Wasserwacht Augsburg des Bayerischen Roten Kreuzes. Er wurde in Italien zum Wasserrettungshund ausgebildet. Gemeinsam mit seinem Herrchen, dem Rettungsschwimmer Marco Greiner, wurde er bei der Squadra Italiana Cani Salvataggio (SICS) trainiert.

Die italienische Schule für Wasserrettungshunde hat in den vergangenen rund 30 Jahren mehrere hundert Tiere ausgebildet, die im Laufe der Zeit gut 100 Menschen vor dem Ertrinken retteten.

Während Rettungsschwimmer die Menschen im Wasser bergen, verlassen Seenotretter das Schiff bei einem Einsatz nicht. Auf See erfolgt die Rettung von Bord eines Schiffs oder durch einen Hubschrauber, erklärte Wolfgang Behnk, Vormann der Ausbildungsstation. "Aber es ist interessant zu sehen, wie andere Organisationen in anderen Einsatzgebieten, zum Beispiel an Badestellen und an Seen, arbeiten".

Mensch und Hund arbeiten im Team

Die Augsburger Hunde sind allesamt Familienhunde. Gemeinsam mit je einem Rettungsschwimmer bilden sie Einsatzteams. Beim regulären Wachdienst an Flüssen und Seen, bei der Absicherung von Veranstaltungen in Wassernähe und bei der Eisrettung werden die Rettungsschwimmer von den Hunden unterstützt. Im Gegensatz zu Italien gibt es in Deutschland nur wenige Wasserrettungsgruppen, die über entsprechend ausgebildete Tiere verfügen.

 

Über die Seenotretter

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Dafür verfügt sie über rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 54 Stationen. Diese sind zwischen Borkum und Usedom bei jedem Wetter und rund um die Uhr einsatzbereit.

Jährlich rückt sie zu mehr als 2.000 Einsätzen aus. Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.

Über die Wasserwacht des BRK

In der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) sind rund 60.000 Aktive organisiert. 526 Ortsgruppen betreuen mehr als 600 Wasserrettungsstationen, 256 Schnelleinsatzgruppen und fünf Wasserrettungszüge für den Katastrophenfall. Hauptaufgabe ist die Bekämpfung und Prävention des Ertrinkungstodes.

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