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WISSEN - 27. Mai 2016

Workshop Atemschutznotfalltraining

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Die Zunahme von kritischen Situationen beim Atemschutzeinsatz in den letzten Jahren erfordert ein umfassendes Atemschutznotfalltraining (ANT). Doch für diese Ausbildung gibt es derzeit keine vorgeschriebenen Inhalte. In einem zweitägigen Workshop brachten die Berliner Feuerwehr und die AGBB Berlin das Thema den Einsatzkräften näher und schärften so das Bewusstsein für eine bessere Atemschutzüberwachung.

In den letzten 20 Jahren haben zahlreiche Atemschutznotfälle die Feuerwehren Deutschlands aufgerüttelt. Das Bewusstsein für eine bessere Atemschutzüberwachung und die Notwendigkeit eines Atemschutznotfalltrainings haben bereits zu Änderungen in der Feuerwehr-Dienstvorschrift 7 (Atemschutz) geführt. Diese sieht seit der Fassung von 2002 ein Notfalltraining für Atemschutzgeräteträger (AGT) vor. Zum Ausbildungsumfang und zu den notwendigen Inhalten werden allerdings keine Vorgaben gemacht. Auch diesem Umstand ist es wohl geschuldet, dass bei den Feuerwehren gravierende Unterschiede bei der Umsetzung des Notfalltrainings bestehen. Die Berliner Feuerwehr hat sich seit 2002 intensiv mit der Entwicklung eines Konzepts zur Rettung verunglückter Atemschutzgeräteträger beschäftigt. Dies führte letztendlich zur Gründung von Atemschutznotfalltrainierten Staffeln (A.N.T.S.), die mittlerweile auf drei Feuerwachen rund um die Uhr im Dienst sind.

Durch die A.N.T.S.-Vorführungen auf den Interschutz-Messen 2010 und 2015 gab es immer wieder Anfragen an die Berliner Feuerwehr zu diesem Konzept. Der inzwischen zweite Workshop bot jetzt wieder vielen Feuerwehrangehörigen die Gelegenheit, das Berliner Modell anzuschauen, zu üben und daraus Hinweise für die Umsetzung bei sich vor Ort zu ziehen.

Zu den Bildergalerien:

ANT/A.N.T.S.-Workshop allgemein

ANT-Vorführung der Berliner Feuerwehr

Vorführung einer Atemschutznotfalltrainierten Staffel der Berliner Feuerwehr (A.N.T.S.)

FwAk Hamburg

Rettung des verunfallten Atemschutzgeräteträgers mittels Korbtrage

Rettung des verunfallten Atemschutzgeräteträgers mittels Rettungswindel

Umkuppeln (Atemluftspende)

Anwendung der Rettungshaube zum Selbstretten

Helm/Maskenabnahme, RespiHood

„Verpacken“ auf dem Spineboard

Crashrettung, erweiterte Crashrettung

Bergrettungstrage

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