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„Gefährlicher Nachbar“

19. Januar 2011

Ein nicht alltäglichen Gefahrstoffeinsatz der Koblenzer Feuerwehr

Bei dem nicht alltäglichen Gefahrstoffeinsatz überprüfte die Koblenzer Feuerwehr in Amtshilfe ein Wohnhaus auf radioaktives Material sowie chemische Gefahrstoffe. Mit Spezialkräften der Polizei räumten sie sprengfähiges, hochexplosives Material, Chemikalien und Waffen in Mengen aus der Wohnung.

Der Hinweis kam einen Tag zuvor von tschechischen Behörden über das Bundeskriminalamt in Wiesbaden und das Landeskriminalamt (LKA) an das Polizeipräsidium Koblenz, Abteilung K 12 – Extremistische Straftaten/Terrorismus. Aufgrund der in der Wohnung des Verdächtigen zu erwartenden ABC-Gefahren informierte die Polizei am Samstag, den 9. Oktober gegen 8.00 Uhr die BF Koblenz über die bevorstehende Amtshilfe zur messtechnischen Überprüfung einer Wohnung im Stadtteil Neuendorf. Die tschechischen Polizeikräfte der Stadt Bela nehmen Anfang Oktober einen 45-jährigen Deutsch-Slowaken fest. Ein aufmerksamer Apotheker machte die Polizei auf den Mann aufmerksam, weil er sich für die Eigenschaften von Chemikalien interessierte. Bei der Festnahme des gelernten Pyrotechnikers im Hause seiner Mutter entdecken die Polizisten neben zahlreichen Waffen auch eine große Menge an sprengfähigem Material, chemischen Produkten und sogar radioaktiven Präparaten wie Uranium 235 bzw. 238. In der polizeilichen Vernehmung kam heraus, dass er in seiner Wohnung im rheinland-pfälzischen Koblenz ebenfalls Gefahrstoffe und Waffen „lagerte“. In Deutschland wird ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und das Sprengstoffgesetz eingeleitet. Am Samstagmittag liegt der Koblenzer Staatsanwaltschaft der Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts vor – der polizeiliche Einsatz kann beginnen.

Einsatzvorbereitung der Feuerwehr
Der diensthabende Zugführer (B-Dienst) Florian Bischoff und der Leiter des Sachgebietes Gefahrstoffe Sascha Rehnelt organisieren auf Anweisung des A-Dienstes den Einsatz. Das Personal der Leitstelle informiert die im Gefahrstoffzug integrierten Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Koblenz. Die FF Horchheim stellt im Koblenzer Konzept die Messgruppe und die beiden FF der Stadtteile Karthause und Lay bilden die Dekongruppe. Um 12.30 Uhr stehen alle benötigten Komponenten des Gefahrstoffzugs einsatzbereit auf der Feuerwache und rücken zum Gefahrstoffeinsatz ab. Der Fahrzeugtross – A-Dienst mit ELW 1, B-Dienst mit VRW, HLF 1, Abrollbehälter Atemschutz/Strahlenschutz (AB-AS/Str), ABC-Erkunder (ABC-ErkKW), Dekontaminations-Lkw-Personen (Dekon-P), LF 16-TS und LF 8/6 sowie mehrere MTF – fährt die Einsatzstelle an. Die Besatzung des ABC-ErkKW führt bereits auf dem Weg zur Einsatzstelle eine A-Messung durch. „So hätten wir bereits auf der Anfahrt eine künstliche Strahlenquelle detektieren können“, begründet Rehnelt die Entscheidung. Die Messung verläuft bis zum Erreichen des Wohnhauses negativ und wird durch den Ausdruck der Karte und des radiologischen Diagramms dokumentiert.

 

 

 

 

 


A-& C-Messung: Der Diagrammausdruck der A-Messfahrt bis zur Wohnung des Beschuldigten. Auch die Messergebnisse der unter A-Schutzausrüstung und mit Strahlenschutzüberwachung vorgehenden Trupps werden dokumentiert

Strahlenschutzeinsatz startet
Die Einsatzleitung übernimmt der A-Dienst Olaf Becker. Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung der Polizei legt er als Hauptgefahr die vermuteten Strahlenquellen fest. Um 12.52 Uhr rüsten sich die Strahlenmesstrupps mit Kontaminationsschutzbekleidung und Strahlenschutzüberwachung (Filmplakette & Dosiswarner) aus. Der vorgehende Trupp wird mit Doppelflaschen-Atemschutzgeräten ausgerüstet, um den Personaleinsatz im Gebäude auf ein Minimum zu beschränken und nach Möglichkeit keinen weiteren Trupp der radiologischen Gefahr auszusetzen. Die Messtechnik – ein Dosisleistungsmessgerät (Eberline FH40-G 10) und ein Kontaminationsnachweismessgerät (Automess AD-k mit AD4) – wird von der Besatzung des ABC-ErkKW vorbereitet. Aufgrund der zu erwartenden chemischen Gefahren in der Wohnung wird der Trupp zusätzlich mit einem Photoionisationsdetektor (Auer PID), dem Ionenmobilitätsspektrometer (Bruker IMS) und einem Mehrgasmessgerät (Dräger Xam 7000) zur Überwachung der Ex-Lage ausgestattet. Parallel dazu wird der Kontaminationsnachweisplatz nach dem in Koblenz verwendeten Model „Rot-Gelb-Grün“ aufgebaut. Den Brandschutz stellt die Besatzung des HLF 1 sicher.

 

 

 

 

 


Strahlenmesstrupp: Der Trupp wird mit Messgeräten zum Nachweis atomarer und chemischer Gefahren ausgerüstet.

Um 13.01 Uhr geht der erste Messtrupp in das Gebäude. Die Messergebnisse werden per 2-m-Funk an die ABC-Erkunder-Besatzung übermittelt und dort dokumentiert. Nach 15 Minuten ist das Gebäude in allen Stockwerken überprüft – erhöhte Strahlungswerte bzw. chemische Stoffe konnten in den Fluren nicht festgestellt werden. Daraufhin werden die verdächtige Wohnung im 1. Obergeschoss und anschließend die beiden Lagerräume (im Keller- bzw. Dachgeschoss) des in U-Haft befindlichen Deutsch-Slowaken freigemessen. Dies ist jedoch nur eingeschränkt möglich. Die Räume bieten den Trupps das Bild einer typischen Messie-Wohnung. Unzählige kleinere und größere Behälter und Flaschen, teilweise mit Gefahrzetteln versehen, liegen zwischen Einrichtungsgegenständen, Gerümpel und Müllsäcken mit unbekanntem Inhalt. „Wer weiß, was sich da alles unter den Müllbergen versteckt“, so ein skeptischer Polizeibeamter. Der Messtrupp verlässt nach 35 Minuten das Haus über den Kontaminationsnachweisplatz. Dort wird er vom Team der Dekongruppe auf Kontamination überprüft und übergibt seine Strahlenschutzüberwachung der Dokumentationsstelle für die Auswertung.

Kontrollierte Wohnungsberäumung
Nach einer kurzen Lagebesprechung entscheidet die Polizei, die Wohnung mit messtechnischer Überwachung durch die Feuerwehr kontrolliert zu beräumen. Das Hauptaugenmerk wird jetzt auf „Chemische Gefahr“ gelegt und der Kontaminationsnachweisplatz zum Dekonplatz für eine C-Lage umgebaut. Der „Rot-Bereich“ wird u. a. um ein Duschzelt ergänzt.

Aus kriminaltechnischen Gründen müssen alle Einsatzkräfte, die das Gebäude betreten, registriert werden. Die Überwachung gewährleistet ein am Hauseingang postierter Feuerwehrbeamter. In Arbeitsteilung sichtet ein Entschärfer des Sondereinsatzkommandos der rheinland-pfälzischen Polizei (SEK) einzeln die Fundstücke in der Wohnung. Die radiologische und chemische Überwachung übernimmt ein Trupp der Messgruppe.

Er steht in Funkkontakt mit einem Kollegen, der den PC des Messcontainers im ABC-Erkunder bedient. Positive Messergebnisse werden im Messauftrag dokumentiert und sind so später digital abrufbar bzw. können bei Bedarf ausgedruckt werden. Die sichergestellten Gegenstände werden in Kunststoffwannen aus der Wohnung zur zweiten Sichtungsstelle gebracht. Acht Einsatzkräfte transportieren die Beweismittel unter leichter Schutzausrüstung (Einwegschutzanzug mit Gummistiefeln und -handschuhen sowie Atemmaske mit Kombifilter). Das Transportteam wird zweimal für eine Stunde eingesetzt, bei einer Ruhezeit von einer Stunde. In dieser Zeit führt ein anderes Team die Ausräumarbeiten im Hause fort. Aufgrund der enormen Mengen wird ein großer Personaleinsatz erforderlich. Um 13.55 Uhr werden weitere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Koblenz und ein RTW sowie ein KTW der SEG-San alarmiert. Der Leiter der Feuerwehr Koblenz Wolfgang Schröder informiert den Lagedienst der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) des Landes Rheinland-Pfalz sowie den Leiter der Landesfeuerwehr- & Katastrophenschutzschule (LFKS) über den Großeinsatz und übernimmt die Gesamteinsatzleitung der Feuerwehr. Der ELW 2 wird von Feuerwehrbeamten, die als Führungsgehilfen der Leitstelle ausgebildet sind, in Betrieb genommen. Am späten Nachmittag verschafft sich die Koblenzer Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein vor Ort ein Bild der Lage.

Beweissicherung
An der zweiten Sichtungsstelle werden die „Fundstücke“ aus der Wohnung von einer Entschärferin des LKA und einem Entschärfer des SEK gesichtet und sortiert.

 

 

 

 

 

 

Proben: Jedes Gebinde wird mit einer Nummer versehen und die Stoffdaten elektronisch erfasst. Eine Chemikalienliste mit über 250 Stoffen wird zusammengestellt und der Polizei übergeben.

Die Kriminalbeamten des Fachkommissariats dokumentieren die Funde. Kriminaltechnisch unrelevante Dinge werden im AB-Mulde verlastet, die Beweismittel werden getrennt gesichert. Unter den Gegenständen finden sich zahlreiche Gefahrstoffe, teilweise in Getränkeflaschen oder anderen atypischen Behältnissen. Eine Bestimmung aufgrund der Kennzeichnung ist daher augenscheinlich nicht möglich. Auf Anordnung der Kollegen der Polizei führt das Team der Messgruppe Probennahmen durch. In einem Aufenthaltszelt von der Dekon-P Beladung finden die Probennahme und die Lagerung der Beweismittel statt. Es erfolgen pH-Wert- und Nitrat/Nitrit-Bestimmungen, Temperaturmessungen, Herstellung der Lösung mit Trägerflüssigkeiten, Stoffdatenerfassung durch Probennahmeprotokolle bis hin zu Brennproben. „Wir wenden unser gesamtes Repertoire an, um die Kollegen der Polizei in diesem Bereich zu unterstützen“, so Rehnelt. Bis zum Ende des Einsatzes werden es über fünfzig Probennahmen sein. Zu den sichergestellten Gegenständen zählt neben Chemikalien auch sprengfähiges, hochexplosives Material in verschiedensten Gebinden. In den „Müllbergen“ der Wohnung tauchen ebenfalls zahlreiche Handfeuerwaffen und Maschinengewehre auf. Nicht zuletzt die gefundene Literatur stimmt die Einsatzkräfte nachdenklich - darunter ein Buch mit dem Titel, „Pyrotechnik für den Terrorismus“ …

Einsatz über mehrere Tage
Bereits während der Ausräumarbeiten wird klar, dass der Einsatz lange dauern kann. Die Logistikeinheit der FF Koblenz stellt die Versorgung von Nachschubmaterialien und Betriebsstoffen sicher. Bei der Ausgabe der Schutzausrüstung am AB-AS/StrSch durch Personal der Berufsfeuerwehr werden die Verbrauchsmittel ständig erfasst. Neben dem Schutzbekleidungspool der Feuerwehr Koblenz steht noch die in Teilen in Koblenz eingelagerte „Landesreserve – ABC Schutzbekleidung“ mit Einwegschutzanzügen, Atemfiltern und Gummihandschuhen zur Verfügung. Atemschutzmasken und Gummistiefel werden in regelmäßigen Abständen zur Wache gebracht und dort gereinigt und desinfiziert.

Bis zum Einsatzende sollten es über dreihundert benutzte „Schutzeinheiten“ werden. Auch die Verpflegung der Einsatzkräfte ist inzwischen realisiert. In der Versorgungsstelle werden die Kräfte mit kalten und warmen Mahlzeiten sowie Getränken versorgt. Ein städtischer Zivilschutzbunker ganz in der Nähe wird als Sanitärstation genutzt, so ist der Einsatz des AB-Sozial der LFKS nicht erforderlich. Zum Einbruch der Dunkelheit wird die Einsatzstelle großflächig mit einem Lichtmast-Anhänger (LiMa) ausgeleuchtet. Es ist Samstag, 22.38 Uhr, als die Einsatzstelle abgesichert ist und der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Koblenz übergeben wird. Die aus dem Wohnhaus evakuierten Bewohner haben bei Verwandten Unterschlupf gefunden oder sich in Notunterkünfte begeben. Ein älteres Ehepaar musste für die Nacht in einem Hotel untergebracht werden. Die zurückgelassenen Einsatzgeräte werden über Nacht von der Schutzpolizei bewacht. Am Sonntagmorgen werden die kontrollierten Ausräumarbeiten nach der Verfahrensweise des Vortages fortgesetzt. A-Dienst Wolfgang Schröder hat an diesem Tag die Einsatzleitung vor Ort. Neben den Berufsfeuerwehrkräften, die wie am Vortag u. a. den Brandschutz mit Hilfe des HLF sicherstellen, treffen im Laufe des Tages zahlreiche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Koblenz an der Einsatzstelle ein. Die Kräfte sind bereits am Vortrag über den Einsatz informiert worden und werden anhand eines erstellten Zeitplans eingesetzt. An beiden Tagen sind neben den Kräften der Berufsfeuerwehr alle 14 Einheiten der FF Koblenz in den Einsatz eingebunden. Trotz des spektakulären Einsatzes ist ebenfalls das „Alltagsgeschäft“ der Feuerwehr Koblenz zu bewältigen. Um nicht noch einen weiteren Tag mit der hohen Personalkapazität arbeiten zu müssen und die freiwilligen Feuerwehrkräfte auch noch an einem regulären Arbeitstag in den Sondereinsatz zu binden, wird am Sonntag bis in die späten Abendstunden gearbeitet. Erst kurz nach 23.00 Uhr wird die Einsatzstelle von der Polizei abgeriegelt. Die gesicherten Gefahrstoffe werden zur städtischen Schadstoffsammelstelle, die sich gleich neben der Feuerwache befindet, transportiert und dort in Gefahrgutboxen sicher eingelagert. Auch die mittlerweile drei gefüllten Mulden werden zur Wache gebracht und dort wetterfest gesichert.

Am Montag listen zwei Feuerwehrbeamte und ein Mitarbeiter der städtischen Schadstoffsammelstelle die sichergestellten Chemikalien. Jedes Gebinde wird mit einer Nummer versehen, die Stoffdaten elektronisch erfasst und teilweise durch Internetrecherche ergänzt. Eine Chemikalienliste mit über 250 Stoffen wird zusammengestellt und den Polizeikräften übergeben. Nicht zuletzt diese „Serviceleistung“ veranlasst die Polizeibeamten sich noch vor Ort für die gute Zusammenarbeit bei der Feuerwehr zu bedanken.

Information der Öffentlichkeit
Bei dieser polizeilichen Maßnahme wird die Feuerwehr in Amtshilfe tätig. Die Presse- und Medienarbeit können laut der Polizei aus ermittlungstechnischen Gründen nicht wie bei „alltäglichen“ Einsätzen gehandhabt werden. Das erklärt die reduzierte Berichterstattung sowie die knappen Internet-Pressemitteilungen auf den Polizeiseiten. Örtliche Medien werden jedoch bereits am Samstag vor Ort informiert. Bereits einige Stunden nach Einsatzbeginn erscheint ein Video und Bildmaterial von Polizei- und Feuerwehreinsatzkräften, die unter Schutzausrüstung und mit großem Materialeinsatz ein Wohnhaus räumen, im Internet. Noch am Sonntag sind die meisten Anwohner der Meinung, dass es sich um eine Großübung handle. Nachdem am Montag die „wildesten“ Mutmaßungen durch die örtliche Presse gehen, wird von der Feuerwehr eine umfangreiche Pressemitteilung herausgegeben. Der Einsatzbericht, der zuvor mit der Polizei abgestimmt wird, geht über den Presseverteiler der Feuerwehr und wird auf der eigenen Homepage (www.Feuerwehr-Koblenz.de) veröffentlicht. Die großen Boulevardzeitungen haben von dem Geschehen am Wochenende scheinbar nichts mitbekommen.

Dankeschön: Polizeipräsident Horst Eckhardt sprach allen an den Einsatzmaßnahmen beteiligten Kräften der Feuerwehr seinen persönlichen Dank für dieses vorbildliche
Engagement aus.

Resümee der Einsatzkräfte
Den Einsatzkräften der Polizei hat dieser Einsatz gezeigt, dass die Feuerwehr im Gefahrstoffbereich sehr gut ausgerüstet ist. Messtechnik für radiologische und chemische Einsätze steht inzwischen in umfangreichen Maß zur Verfügung. Auch im Bereich der Probennahme kann einiges aufgezeigt werden. Dies alles ist nicht zuletzt durch ein Fahrzeug wie den ABC-Erkunder gegeben. Hinzu kommt das qualifiziert ausgebildete Fachpersonal der Berufsfeuerwehr und der Gefahrstoffeinheiten. Die nicht alltäglichen Gefahrguteinsätze kombiniert mit ständigen Aus- und Fortbildungen haben sich an diesem Wochenende bezahlt gemacht. Außerdem hat sich das „Koblenzer Gefahrstoff-Model“ bewährt. Dabei werden Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr in den personalintensiven sowie fachlich umfangreichen Gefahrstoffeinsatz der Berufsfeuerwehr integriert und auf diesem Spezialgebiet ausgebildet, um beispielsweise Dekon- und Messaufgaben wahrzunehmen. Der Einsatz ist aber auch ein Beispiel dafür, dass die Hilfskräfte überall auf solche „tickenden Bomben“ treffen können. „In einem Kellerraum des Wohnhauses hatten wir vor einigen Monaten einen Brand. Hätte sich der Kleinbrand zu einem Gebäudebrand entwickelt und die Wohnung des Festgenommenen erreicht – was hätte uns dann bei einem ,Standard-Brandeinsatz‛ erwartet“, fasst der Leiter des Sachgebietes Gefahrstoffe der BF Koblenz abschließend zusammen.
Sascha Rehnelt

Fotos: Feuerwehr Koblenz
 

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