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Großbrand in Hannover

14. September 2011

165 Feuerwehrleute bekämpften den Brand in einem Industriegebiet

Gegen 2.15 Uhr löste in der letzten Nacht (13. September 2011) die automatische Brandmeldeanlage eines Kunststoffverarbeitenden Betriebes im Stadtteil Vinnhorst einen Feueralarm aus. In einem 800 m² großem Lagergebäude standen Polyethylenplatten in Flammen.

Das Lage- und Führungszentrum der Feuerwehr Hannover alarmierte den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 2 sowie die FF Vinnhorst.  Aufgrund der bereits sehr starken Hitze- und Rauchentwicklung wurde umgehend auf die Alarmstufe drei (von fünf möglichen) erhöht.
Vom Einsatzleiter wurde in der Erstphase der Schwerpunkt auf die Rettung der direkt an das Lager angrenzenden Produktionsetagen gelegt. Durch massive Kühlmaßnahmen mit Wasserwerfern konnte ein Übergreifen der Flammen auf das Produktionsgebäude verhindert werden.
Durch die sehr hohe Wärmestrahlung und den durch starke Windböen begünstigten Funkenflug kam es auf dem Nachbargrundstück zum Brand einer Leichtbauhalle in der Recyclingprodukte lagerten. Der Brandverlauf des Lagerguts war so rasant, dass die Halle komplett zerstört wurde. An einem nur wenige Meter entfernt stehenden Verwaltungsgebäude der Recyclingfirma kam es lediglich zu Schäden an der Fassade.
Während dieser Phase des Einsatzes wurde die Brandbekämpfung mit massivem Löschwassereinsatz von mehreren Seiten auf die brennenden Gebäude durchgeführt, so dass sich kurze Zeit später erste Erfolge einstellten. Zur Sicherstellung des hohen Löschwasserbedarfs wurde mit einem Spezialfahrzeug Wasser aus dem Mittellandkanal gepumpt und über eine ein Kilometer lange Schlauchleitung zur Einsatzstelle gefördert. Mit dem Spezialfahrzeug konnte die komplette Wasserversorgung an der Einsatzstelle mit bis zu 6000 l/min sichergestellt werden.
Bereits zu Beginn der Brandbekämpfung war ein Einsatzabschnitt Messen und Spüren zur Schadstoffmessung eingerichtet worden. Die großflächigen Messungen in Vinnhorst, Langenhagen und Isernhagen-Süd brachten jedoch keine Ergebnisse, so dass eine Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung ausgeschlossen werden konnte. Aufgrund der Geruchsbelästigung wurden von der Feuerwehr jedoch Rundfunkdurchsagen veranlasst, die dazu aufforderten Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Im Verlauf des Einsatzes wurde das Feuer unter Kontrolle gebracht und um 6.12 Uhr konnte die Meldung „Feuer aus“ gegeben werden. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in die frühen Mittagsstunden hin. Das Lagergebäude ist nach einer ersten Begutachtung durch Baustatiker einsturzgefährdet und darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. Das angrenzende Produktionsgebäude konnte von der Feuerwehr Hannover jedoch geschützt werden, so dass die Produktion in Kürze wieder aufgenommen werden kann.
Die Feuerwehr Hannover war mit bis zu 165 Einsatzkräften vor Ort. www.hannover.de/feuerwehr

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