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Flurbrände: Zwei Einsätze in zwei Tagen

2019_03

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Wegen der hohen Temperaturen und der andauernden Trockenheit kommt es gerade vermehrt zu Bränden in der Natur. Das bekam auch die Freiwillige Feuerwehr Werne zu spüren, die gleich zwei aufeinanderfolgenden Tagen zur Bekämpfung von Flurbränden ausrückte. Die beiden Einsatzstellen lagen dabei nur ca. 1,5 km voneinander entfernt.

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Einsatz 1: Sicht von der Bundesstraße. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 1: Das Feuer griff vom Randstreifen auf das Feld über. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 1: Einsatzleiter Thomas Temmann bei der Einsatzbesprechung. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 1: Luftbild der Einsatzstelle. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 1: Luftbild der Einsatzstelle. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 2: Der Einsatzleiter erkundete die Lage und ließ den Brand von zwei Seiten bekämpfen. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 2: 35 freiwillige Einsatzkräfte waren mit sechs Fahrzeugen im Einsatz. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 2: Drei Trupps konnten unter Atemschutz mit drei C-Rohren das Übergreifen des Feuers verhindern. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 2: Das HLF20 bekämpfte den Brand aus Richtung Werne kommend. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Einsatz 2: Der Randstreifen wurde ausgiebig gewässert und mit der Wärmebildkamera wurden versteckte Glutnester gesucht. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

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Erster Einsatz

Am 26. Juni 2019 alarmierte die Leitstelle Unna per Meldeempfänger den Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne zu einem Feld an der Lünener Straße in Werne Lenklar. Das Stichwort, das die Einsatzkräfte auf ihrem Melder lesen konnten, lautete dabei: „FEUER_2 – unklare Rauchentwicklung aus Feld“. Schon während der Anfahrt konnten sie den Rauch aus dem Feld aufsteigen sehen. Der zuerst eintreffende Einsatzleiter Thomas Temmann ließ nach der Lageerkundung den Löschzug 3 aus Stockum sowie die Löschgruppe 2 aus Langern nachalarmieren. Ein Feld mit ca. 1000 m² Triticale (eine Züchtung aus Roggen und Weizen) stand in Flammen.

Brandbekämpfung

Das HLF, das zuerst eintraf, startete sofort mit dem 2200 l Wasservorrat den Löschangriff von der Hauptstraße aus, wobei zwei Trupps unter Atemschutzeinsatz bei ca. 30°C Außentemperatur und Wind den Brand bekämpften. Der Auslöser für das in Flammen stehende Feld war ein Brand am Standstreifen der Straße, der dann durch den böigen Wind auf das Feld übergegriffen hatte. Als dann die nachalarmierten Kräfte eintrafen, verlegten zur Wasserversorgung eine ca. 800 m lange Schlauchleitung von einem Hydranten bis zur Einsatzstelle. Dadurch konnten Wehren das Feuer von zwei Seiten bekämpfen. Zusätzlich alarmierte der Einsatzleitwagen dann auch Landwirte mit Schleppern, die eine Schneise ins Feld pflügen sollten. Anschließend konnten versteckte Glutnester, die mit einer Wärmebildkamera aufgespürt wurden, ebenfalls abgelöscht werden.

Eingesetzte Kräfte

Die Freiwillige Feuerwehr Werne konnte zusammen mit den Landwirten das weitere Übergreifen der Flammen auf das restliche Feld sowie auf weitere angrenzende trockene Felder und Bäume verhindern. Im Einsatz waren dabei 43 freiwillige Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne mit 12 Fahrzeugen, die Feuerwehr Lünen mit fünf Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen (TLF 4000, AB-Wasser), der Rettungsdienst, ein Notarzt und die Polizei. Um 15:15 Uhr war das Feuer dann gelöscht.

Neuer Tag, nächster Brand

Am 27. Juni um 18:12 Uhr folgte dann schon der nächste Alarm: Der Löschzug 1 Stadtmitte sowie die Löschgruppe 2 aus Langern der Freiwilligen Feuerwehr Werne wurden erneut an die Lünener Straße in Werne Lenklar alarmiert. Diesmal brannte ein Seitenstreifen, welcher nur ca. 1,5 km weit entfernt von der Einsatzstelle der Vortags liegt.

Brandbekämpfung

Thomas Temmann ließ den Brand von zwei Seiten bekämpfen, wobei die Löschgruppe 2 aus Langern mit ihrem LF10 den Löschangriff aus dem Fahrzeugtank startete. Das HLF20 hingegen bekämpfte den Brand aus Richtung Werne kommend. Drei Trupps unter Atemschutz konnten dabei mit drei C-Rohren ein Übergreifen des 100 m langen Brandes verhindern und ein angrenzendes Getreidefeld vor den Flammen bewahren. Ein nachrückendes TLF3000 versorgte das HLF20 solange mit Wasser, bis eine Versorgung über ca. 500 m zum nächsten Hydranten stand. Das LF10 aus Langern wurde ebenfalls durch nachrückende Kräfte, die eine Wasserversorgung aufbauten, unterstützt. Nach der ausgiebigen Wässerung des Standstreifens setzten die Kräfte erneut die Drohne zum ein, um Glutnester aufspüren und löschen zu können.

Eingesetzte Kräfte

35 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Werne waren mit 6 Fahrzeugen, dem Rettungsdienst, einem Notarzt und der Polizei am Einsatzort. Um 18:45 Uhr war das Feuer dann gelöscht. Allerdings dauerten die Aufräumarbeiten und die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft an den Fahrzeugen und am Material noch bis ca. 19:40 Uhr an.

Freiwillige Feuerwehr Werne

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