E-Drehleiter im Praxistest

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Während bei herkömmlichen Drehleitern auf Dieselmotoren gesetzt wird, funktioniert die weltweit erste vollelektrische E-Drehleiter mit drei Lithium-Ionen-Akkus. Auf der Interschutz hatte Rosenbauer das Fahrzeug als Weltneuheit vorgestellt, nun begann seine Probephase: Die Drehleiter geht in der Schweiz ein Jahr lang in den Testbetrieb unter Realbedingungen.

In Zürich wird man die E-Drehleiter in verschiedenen Aufgabenfeldern einsetzen. Foto: Schutz & Rettung Zürich

Nachdem die weltweit erste E-Drehleiter auf der Interschutz 2022 in Hannover bestaunt werden konnte, wurde das Fahrzeug mittlerweile bei Schutz & Rettung Zürich (SRZ), der größten Rettungsorganisation der Schweiz, Ende 2022 zu Testzwecken in Dienst gestellt. Für ein Jahr soll das Fahrzeug in Kooperation mit der Fa. Rosenbauer im Rahmen eines Pilotprojekts unter Realbedingungen getestet werden. Schutz & Rettung Zürich verkündete in einer Pressemitteilung, dass das Fahrzeug während dieses Zeitraums in drei unterschiedlichen urbanen Umgebungen hinsichtlich seiner Einsatztauglichkeit getestet werde.

Willkommene Testphase der E-Drehleiter

Die Züricher Feuerwehr gab zudem bekannt, dass die Idee für die Pilotphase einer E-ADL (Autodrehleiter, schweizer Bezeichnung) erstmals aufgekommen war, als eine Ersatzbeschaffung für die „Fluggast-Rettungstreppe“ der Berufsfeuerwehr am Flughafen nötig wurde. Der Kaufpreis der elektrischen Drehleiter beträgt der Feuerwehr zufolge rund 1,2 Mio. CHF. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Autodrehleiter mit der Ausstattung, wie sie Schutz & Rettung Zürich derzeit benutzt, kostet ca. eine Mio. CHF. Die Feuerwehr betonte zudem, dass die Gebäudeversicherung Zürich als übergeordnete Institution des Feuerwehrwesens im Kanton Zürich und wichtiger Partner von SRZ die Pilotphase der E-Drehleiter unterstütze.

Es ist geplant, dass die Drehleiter sowohl im urbanen Umfeld Zürichs als auch am internationalen Flughafen Zürich-Kloten eingesetzt wird.

Urs Weber

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