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MELDUNGEN - 10. Juli 2013

Defibrillatoren in Hannovers U-Bahn-Netz

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Flächendeckende Installation von Philips-AEDs an jedem Gleis

Foto: Philips

Feuerlöscher und Erste-Hilfe-Kästen sind schon lange Teil der Standardausrüstung in allen hannoverschen U-Bahn-Stationen. Ab sofort sollen zusätzlich Laiendefibrillatoren von Philips, sogenannte AEDs (Automatisierte Externe Defibrillatoren), an jedem Gleis für noch mehr Sicherheit sorgen.

Doch wozu werden diese Geräte in den Stationen benötigt? Defibrillatoren werden zur Behandlung von Kammerflimmern des Herzens eingesetzt. Kammerflimmern ist die häufigste Ursache für den sogenannten plötzlichen Herztod, und im Prinzip kann es jeden treffen. „Wir zählen 159 Mio. Fahrgäste jährlich“, begründet üstra-Projektleiter Christian von Lützow die Investition. „Aufgrund dieser hohen Zahlen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fahrgast einen plötzlichen Herztod erleidet, leider gegeben. Dem wollen wir begegnen, indem wir unseren Kunden für den Ernstfall diese einfach zu bedienenden Laiendefibrillatoren zur Verfügung stellen.“ Mehrere Institutionen in Hannover haben sich daher mit dem Ziel zusammengeschlossen, unter dem Motto „Hannover zeigt Herz“ ab Juni 2013 alle U-Bahn-Stationen und das üstra-Kundenzentrum mit insgesamt 46 AEDs auszustatten, die von Laien ohne Vorkenntnisse zur Ersten Hilfe benutzt werden können. Sobald der Philips AED aus seinem Kasten entnommen ist, leitet die neue SmartConnect-Technologie automatisch den Notruf an die Leitstelle der Feuerwehr weiter. Der Rettungswagen wird direkt aktiviert und erhält genaue Standortinformationen, wo der Notfall eingetreten ist. Für den Ersthelfer vor Ort bringt dies große Erleichterung: Er kann sich ausschließlich um den Betroffenen kümmern. Zusätzlich steht ihm durch die integrierte Freisprecheinrichtung in dem Defibrillator auch eine professionelle Unterstützung durch einen Sanitäter bei. Dieser gibt medizinische Anweisungen und beruhigt die Beteiligten.

„Mit dieser modernsten Technologie kann jeder medizinische Laie im Bedarfsfall umgehend lebensrettende Maßnahmen einleiten, um die wertvolle Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken und damit Leben retten“, erläutert Norbert Heinze, Manager bei Philips Healthcare, den Nutzen der Systeme. „Den einzigen Fehler, den man machen kann, ist, nicht zu helfen.“

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