Magirus und EmiControls wollen neue Maßstäbe setzen

2022_10

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Mission Brandbekämpfung: Das aus der TechnoAlpin Gruppe hervorgegangene Unternehmen EmiControls hat sich seit 2011 neben der Staubniederschlagung, Schadstoff- und Geruchsbekämpfung sowie auf das Löschen von Bränden mit besonderen Anforderungen spezialisiert. Die von ihr entwickelte Düsentechnik, hat EmiControls zum Vorreiter dem Gebiet der Brand- und Rauchbekämpfung gemacht. In enger Zusammenarbeit mit Magirus wird die Forschungsarbeit in diesem Bereich nun weiter ausgebaut.

Foto: ob

Bozen – Bereits im Jahr 2005 unternahm TechnoAlpin die ersten Versuche, den großvolumigen Wassernebel, der von Turbinen generiert wird, für die Brandbekämpfung zu nutzen. Schon bald wurde dieser Bereich weiter ausgebaut, woraufhin im Jahr 2011 das Unternehmen EmiControls aus dem Mutterkonzern TechnoAlpin hervorging.
EmiControls machte es sich von da an zur Aufgabe, Bränden mit besonderen Löschanforderungen, wie die in Raffinerien oder der chemischen Industrie, die Stirn zu bieten.

In Zusammenarbeit mit namhaften Forschungsinstituten wurde die Wirksamkeit des großvolumigen Wassernebels im Bereich der Schadstoffniederschlagung, Kühlung und Brandbekämpfung genauer untersucht. Dadurch gelang es dem jungen Unternehmen die Brandbekämpfung auf ein besonders hohes Niveau zu bringen und Brände so effizient wie möglich zu bekämpfen. 2013 kam schließlich das erste Serienprodukt auf den Markt.

Durch eine spezielle Düsentechnik der Turbine wird Wasser zu feinem Wassernebel zerstäubt. Dieser bildet – im Gegensatz zu normalen Wassertropfen – eine größere Oberfläche, die dadurch mehr Wärme absorbieren kann. Dadurch wird weniger Wasser gebraucht, und die Flammen können trotzdem schneller gelöscht werden. Außerdem bleibt der Nebel länger in der Luft, umhüllt das Brandobjekt und kann Rauch- und Gasemissionen besser binden.

Unter dem Namen Aircore übernimmt das deutsche Unternehmen Magirus GmbH – das sich dem Bau von Feuerwehrfahrzeugen, Leitern, Pumpen und Tragkraftspritzen verschrieben hat – den Vertrieb der Löschturbinen. Die Turbinen können entweder auf den jeweils vorhandenen Löschfahrzeugen oder auf einem ferngesteuerten Raupenfahrzeug angebracht werden (so kann in Bereiche vorgedrungen werden, die für Menschen unzugänglich sind).

EmiControls dagegen vertreibt weiterhin die stationären Anlagen sowie Anlagen zur Geruchs- und Staubbindung. Zwei Experten, eine Mission: Durch die Zusammenarbeit will man die Brandbekämpfung auf ein neues Level bringen. Ziel ist es, das innovative Löschkonzept weiter zu fördern und Brände in Zukunft noch effizienter zu bekämpfen. Durch die Erfahrung von EmiControls im Bereich der Wassernebeltechnik und die von Magirus, das seit 150 Jahren Löschfahrzeuge und Geräte entwickelt, um den Einsatz der Feuerwehr sicherer und effizienter zu machen, werden Kompetenzen gebündelt und Synergien geschaffen.

EmiControls ging 2011 aus dem international tätigen Konzern TechnoAlpin hervor, der sich seit 1990 mit dem Bau von schlüsselfertigen Beschneiungsanlagen beschäftigt und weltweit führend auf diesem Gebiet ist. TechnoAlpin ist heute in über 40 Ländern der Erde vertreten und beschäftigt weltweit rund 350 Mitarbeiter. Der Hauptsitz der TechnoAlpin Gruppe wie auch des Tochterunternehmens EmiControls befindet sich in Bozen (Südtirol/ITA).

Das fundierte Know-how von EmiControls auf dem Gebiet des Maschinenbaus und der Wasserzerstäubung sowie das alpine Gelände Südtirols, das heute die höchste Tunneldichte in Europa aufweist, gaben Anlass für die Gründung des Tochterunternehmens.

Das deutsche Unternehmen Marigus GmbH wurde vor 150 Jahren von Conrad Dietrich Magirus gegründet. Das Werk in Ulm baut Feuerwehrfahrzeuge, Drehleitern, Pumpen und Tragkraftspritzen, aber auch Rüst- und Gerätewagen und Speziallösungen. Magirus beschäftigt Mitarbeiter an insgesamt vier Standorten (Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich) und ist in 150 Ländern weltweit aktiv. In Ulm sind im „Kompetenzzentrum für Brandschutz“ die wichtigsten Prozesse des Unternehmens an einem Standort gebündelt. Durch seine Zugehörigkeit zu CNH Industrial mit weltweit rund 71.200 Beschäftigten kann Magirus auf ein internationales Netzwerk mit größtem Know-how im Bereich Fahrzeugbau zugreifen.

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