Neujahrsempfang des KFV Ennepe-Ruhr

Beim traditionellen Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr standen das geplante Gefahrenabwehrzentrum, der Aufbau von Kinderfeuerwehren und zwei ganz besondere Ehrungen auf der Tagesordnung.

Am vergangenen Sonntag (15.1.2019)  fand wie immer in Breckerfeld der traditionelle Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes Ennepe-Ruhr (NRW) statt. Neben führenden Vertretern der Feuerwehren aus dem Kreisgebiet waren auch Landrat Olaf Schade, Breckerfelds Bürgermeister Andre Dahlhaus, Verena Schäffer MdL, Kreisdirektorin Iris Pott und der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hartmut Ziebs aus Schwelm, nach Breckerfeld gekommen.

Neues Gefahrenabwehrzentrum in Planung

Verbandspräsident Rolf-Erich Rehm betonte in seiner Rede, dass die Kreispolitik und die gesamte Kreisverwaltung hinter den Planungen für ein neues Gefahrenabwehrzentrum des Kreises in Ennepetal stehen. Gemeinsam mit allen Beteiligten seien gerade im Jahr 2018 dicke Bretter durchbohrt worden. "Diese Rückendeckung brauchen wir aber auch weiterhin, denn wir müssen aufpassen, dass der Bohrer jetzt, so kurz vor dem Ziel, nicht stumpf wird", sagte Rehm.

Die Feuerwehren im Ennepe-Ruhr-Kreis fordern den dringend benötigten Bau eines solchen Gefahrenabwehrzentrums schon seit vielen Jahren. In anderen Kreisen wie dem Kreis Soest, dem Kreis Unna oder dem Hochsauerlandkreis sind solche Zentren längst in Betrieb, in anderen wie Mettmann und dem Märkischen Kreis sind sie im Bau, in anderen wie Gütersloh oder dem Rhein-Sieg-Kreis wird sehr konkret geplant. "Wir dürfen hier den Anschluss an übliche Strukturen nicht verlieren", warnte Rehm, der auch auf Landes- und Bundesebene Vorsitzender bzw. Stellv. Vorsitzender der Fachausschüsse für Katastrophenschutz ist.

Aufbau von Kinderfeuerwehren

Die Feuerwehrvertreter freuten und bedankten sich bei Landrat Olaf Schade für dessen Bereitschaft, den Aufbau von Kinderfeuerwehren im Ennepe-Ruhr-Kreis zu unterstützen. Bisher gibt es Kinderfeuerwehren kreisweit nur in Gevelsberg, Sprockhövel und Wetter. Diese Strukturen wollen die Feuerwehren in den nächsten Jahren noch ausbauen. Kinderfeuerwehren sind eine zeitgemäße Vorstufe zu Jugendfeuerwehren für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren.

Besondere Ehrungen

Der Rahmen des Neujahrsempfangs wurde auch genutzt für zwei außergewöhnliche Ehrungen: Dr. Karsten Homrighausen und Hartmut Ziebs wurden zu Ehrenmitgliedern des Kreisfeuerwehrverbandes ernannt. Homrighausen ist gebürtiger Herdecker und hat auch seine Feuerwehr-Wurzeln in der dortigen Feuerwehr. Nach beruflichen Stationen bei der Feuerwehr Stuttgart und als Landesbranddirektor im Innenministerium Baden-Württemberg ist er seit 2018 als Landesbranddirektor Chef der Berliner Feuerwehr.

Hartmut Ziebs, früher Leiter der Schwelmer Feuerwehr und Bezirksbrandmeister der Bezirksregierung Arnsberg, wohnt weiterhin in Schwelm und fungiert seit 2016 als Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Zuvor war er zwölf Jahre lang bereits Vizepräsident gewesen. In dieser besonderen Funktion steuert Ziebs von Berlin aus einen der größten Feuerwehrverbände weltweit. Rolf-Erich Rehm begründete die Ehrungen sehr deutlich: "Unser deutscher Feuerwehrpräsident und der Chef der größten deutschen Feuerwehr sind beide Feuerwehrleute aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Es ist für uns Ehre und Verpflichtung zugleich, dass zwei solche Schwergewichte des deutschen Feuerwehrwesens ihre Wurzeln in unserem Kreis haben. Aber vielleicht haben wir auch ein besonderes Talent dafür, Talente zu erkennen und zu fördern", schmunzelte Rehm. Die Ehrenmitgliedschaft von Homrighausen und Ziebs wurde mit besonderem Beifall gefeiert.

KFV Ennepe-Ruhr

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