Zwei Blitze eingeschlagen: Jugendfeuerwehrzeltlager in Soest unterbrochen

2024_05

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Bei einem Jugendfeuerwehrzeltlager in Soest schlugen am Pfingstsonntag zwei Blitze ein. Die Verantwortlichen evakuierten die Anwesenden sofort. 38 Personen kamen ins Krankenhaus, schwerverletzt wurde jedoch niemand.

Zwei Blitze schlugen in der Nähe mehrerer Personen ein. Foto: Presseteam Feuerwehr Kreis Soest

Die Verantwortlichen des Jugendfeuerwehr-Zeltlager der Feuerwehren des Kreises Soest (NRW) berieten sich aufgrund der allgemeinen Wetterlage schon morgens, wie sie bei einem Gewitter handeln würden. Sie überprüften regelmäßig die Daten des Deutschen Wetterdiensts, um auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Gegen 13.30 Uhr war allerdings nicht absehbar, dass ein Gewitter das Zeltlager in diesem Ausmaß treffen würde.

Eine sich spontan und schnell bildende Gewitterzelle erreichte das Zeltlager dann am Pfingstsonntag (19. Mai 2024) gegen 14 Uhr. Zwei Blitze schlugen in der Nähe der Teilnehmenden und Besucher/-innen ein. Das Zeltlager wurde sofort evakuiert und die Teilnehmenden und Besucher/-innen begaben sich in Sicherheit. Dabei lief alles diszipliniert und ohne Panik ab. Die Personen, die sich in der Nähe der zwei Blitzeinschläge befunden hatten, wurden zur Unfallhilfsstelle des DRK gebracht. Um alle Betroffenen betreuen zu können, alarmierte man ein Großaufgebot von Rettungsmitteln inklusive Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter Rettungsdienst zum Gelände. Auch die PSU-Gruppe des Kreises Soest (Psychosoziale Unterstützung) rückte an.

Der Rettungsdienst und der Leitende Notarzt sichteten 62 Personen. 38 kamen zur Abklärung in verschiedene Krankenhäuser in den Kreisen Soest und Unna und im Hochsauerlandkreis. Schwer verletzt wurde niemand.

Fortsetzung am nächsten Tag

Die Leitstelle gab über das Modularte Warnsystem MoWaS eine Warnung heraus. Darin wurden Betroffene, die sich direkt vom Veranstaltungsort entfernt hatten, aufgefordert, sich bei Auftreten von Symptomen direkt in ärztliche Behandlung zu begeben. Für Angehörige, die ihre Familienmitglieder nicht erreichen konnten, wurde eine eigene Rufnummer eingerichtet. Auf den Kanälen der Feuerwehr Kreis Soest informierte man zudem laufend über die aktuelle Situation.

120 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren vor Ort. Hinzu kamen rund 80 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Hilfsorganisationen.

Das Zeltlager wurde nach dem Gewitter unterbrochen. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr fuhren mit ihren Betreuungspersonen mit Bussen und Mannschaftstransportfahrzeugen zu den Gerätehäusern, wo ihre Familien sie empfingen. Die Gastgruppen aus Aken und Wetter (Ruhr) kamen in Erwitte und Soest unter, wo sie von den örtlichen Feuerwehren versorgt wurden. Das Zeltlager wurde auf der Wunsch der meisten Teilnehmer/-innen am Folgetag mit dem Frühstück fortgesetzt.

Stellungnahme

„Wir sind froh, dass alle direkt betroffenen Kinder, Jugendlichen, Betreuer und Besucher, die zur Sicherheit ins Krankenhaus gebracht worden sind, inzwischen wieder entlassen werden konnten“, sagte im Nachgang Kevin Hoebusch, Sprecher des Verbands der Feuerwehren des Kreises Soest e. V. „Alle Verantwortlichen haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt“, sagte Christoph Blume, Leiter der FF Soest, die Gastgeberin des Zeltlagers war. Die Abläufe und Prozesse sollen analysiert und aufgearbeitet werden, damit auch künftige Freiluftveranstaltungen sicher ablaufen können.

Verband der Feuerwehren des Kreises Soest e. V.

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