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EINSATZBERICHTE - NORDRHEIN-WESTFALEN - 12. September 2018

ABC-Einsatz in Werne

2019_03

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Die Freiwillige Feuerwehr Werne wurde zu einem Feld alarmiert, an dessen Rand ein 1000-l-Behälter stand, aus dem eine unbekannte Flüssigkeit lief. Laut Deklaration sollte es sich um Ameisensäure handeln. Auch der ABC-Zug aus Lünen machte sich auf den Weg.

Der Gefahrenbereich wurde großräumig abgesperrt und die Straße am Stiegenkamp für den Verkehr gesperrt. (Foto: FW Werne)

Am Dienstag (11.09.2018) um 09:46 Uhr wurde per digitalem Meldeempfänger der Löschzug 1 Stadtmitte sowie der Löschzug 3 aus Stockum der Freiwilligen Feuerwehr Werne mit dem Stichwort „TH_ABC_2 – Pol vor Ort, aus landwirtschaftlichem Anhänger läuft eine unbekannte Flüssigkeit aus, Gefahrenklasse 8“ durch die Polizei zu einem Feld an die Straße Stiegenkamp in Werne, Holthausen alarmiert.

Nach der Alarm- und Ausrückordnung wird bei diesem Alarmstichwort zusätzlich der Fernmeldedienst vom Kreis Unna zur Führungsunterstützung mit dem Einsatzleitwagen 2 [ELW2], sowie der ABC-Zug aus Lünen bestehend aus dem Wechsellader mit dem Abrollbehälter „Dekon V“ [Dekontamination] der Berufsfeuerwehr Lünen und der Löschzug 7 der Freiwilligen Feuerwehr Lünen aus Wethmar zur Unterstützung alarmiert.

Unbekannte Flüssigkeit entpuppt sich als Wasser

Der zuerst eintreffende Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Werne erkundete die Lage und es wurden durch den Angriffstrupp vom HLF Erstmaßnahmen gegen den weiteren unkontrollierten Austritt des Stoffes getroffen. Nach weiterer Erkundung konnte jedoch schnell Entwarnung geben werden. Aus einem von vier 1.000-l-CBT-Container lief eine unbekannte Flüssigkeit aus. Da es sich um einen vermutlich landwirtschaftlich genutzten Wasseranhänger handelte, konnten die anrückenden Fahrzeuge die Einsatzfahrt abbrechen. Erste Untersuchungen mit Lackmuspapier zur Identifikation des Stoffes ergaben zusätzlich, dass es sich um „ph- neutrales“ Wasser handelte. Der zwischenzeitlich erreichte Eigentümer der Behälter bestätigte dies ebenfalls. Die nun als ungiftig identifizierte Flüssigkeit (Wasser) wurde unkontrolliert weiter austreten gelassen.

Grund der Alarmierung war, dass auf den Containern angebrachte Gefahrennummern zu erkennen waren. Es sollte sich demnach um Ameisensäure sowie um diverse Schaummittel handeln. Messungen ergaben jedoch keine auffälligen Werte. Ein Notdekontaminationsplatz zum Eigenschutz der eingesetzten Kräfte musste demnach glücklicherweise nicht eingerichtet werden

Nachdem die Einsatzstelle an die Polizei übergeben wurde, konnte der Einsatz um 10:46 Uhr beendet und die gesperrte Straße Stiegenkamp für den Verkehr wieder freigegeben werden. Die Einsatzstelle wurde mit dem Hinweis, die Schilder auf den IBC-Containern zu entfernen, übergeben.

Im Einsatz

Im Einsatz waren insgesamt 17 Einsatzkräfte der Freiwillige Feuerwehr Werne. Des Weiteren alarmiert war, die Berufsfeuerwehr bzw. Freiwillige Feuerwehr Lünen, Fernmeldedienst Kreis Unna, dem Rettungsdienst Werne und Lünen, ein Notarzt aus Werne, die Polizei, das Ordnungsamt der Stadt Werne.

FW Werne

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