Bauernhof in Flammen

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DIe Feuerwehr Werne wurde am Sonntagabend zu einem brennenden Stallgebäude alarmiert. Darin untergrebracht waren 450 Schweine und Rinder. Ein Wettlauf gegen die Zeit begann.

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Brand auf einem Bauernhof (Foto: FW Werne)

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Brand auf einem Bauernhof (Foto: FW Werne)

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Etwa 20 Kälber konnten vor den Flammen gerettet werden. (Foto: FW Werne)

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Brand auf einem Bauernhof (Foto: FW Werne)

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Am Sonntagabend (14.1. 2018) um 19:29 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Werne zu einem vermuteten Gebäudebrand in den Ortsteil Werne-Horst alarmiert. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte den ausgedehnten Brand eines Stallgebäudes erkennen.

Priorität lag zunächst auf der Rettung von rund 400 Mastschweinen, ca. 45 Kühen, Rindern und etwa 20 Kälbern. Gleichzeitig wurden Riegelstellungen zum Wohngebäude sowie weiteren Stallungen errichtet. Teilweise musste die Dachhaut geöffnet werden, um ein Übergreifen der Flammen auf nicht betroffene Gebäude zu verhindern. Von der Feuerwehr Hamm wurde eine weitere Drehleiter in Stellung gebracht, der Abrollbehälter Atemschutz des Kreises ist vor Ort und versorgt die Einsatzkräfte mit frischen Atemschutzgeräten.

Wohnhaus und weitere Ställe geschützt

In einer ersten Bilanz ist zu berichten, dass sowohl das Wohnhaus als auch weitere Stallungen vor dem Übergreifen der Flammen geschützt werden konnten. Die getroffenen Maßnahmen führten zudem dazu, dass rund 450 Tiere gerettet werden konnten. Durch die Hilfe der Nachbarn und mit mehreren Viehtransportern wurden die Tiere zu umliegenden Höfen transportiert und dort versorgt.

Das betroffene Stallgebäude wurde abgerissen, um insbesondere Glutnester in Gebälk, Stroh und Heu nicht zu einer neuerlichen Gefahr werden zu lassen. Das Abrissgut wurde auseinander gezogen und mit mehreren C-Rohren gelöscht. Die Kräfte wurden vom Löschzug 3 Stockum gestellt, drei Kameraden des LZ 1 Stadtmitte blieben mit der Drehleiter vor Ort.

18 Schweine verendet

Während der Abrissarbeiten wurde klar, dass für 18 Mastschweine in zwei Boxen im Obergeschoss des Hofes Hilfe zu spät kam. Sie konnten nicht gerettet werden. Einige Tiere sind den Rauchgasen zum Opfer gefallen. Ein Tierarzt betäubte die schwer verletzten Tiere und schläferte sie anschließend ein. Die Arbeiten gestalten sich schwierig, weil der Veterinär im völlig zerstörten Dachgeschoss lediglich über die Drehleiter Zugang zu den Tieren bekommt.

Um 7:10 Uhr wurde der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet und auch die letzten Einsatzkräfte mit fünf Fahrzeugen konnten wieder in die Standorte verlegt werden.

Über den Tag wird nun das umfassend verlegte Schlauchmaterial zurück genommen und der Reinigung im Feuerwehr Service Center des Kreises Unna gereinigt.

Red. mit FW Werne

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