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BAYERN - EINSATZBERICHTE - 3. April 2018

MANV-Lage nach Reisebus-Unfall

2020_06

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Ein schwerer Verkehrsunfall auf der BAB 3 zwischen der Anschlussstellen Waldaschaff/Bessenbach und Weibersbrunn forderte rund 170 Rettungskräfte über mehrere Stunden. Die vorläufige Bilanz: ein toter Busfahrer, zahlreiche Verletzte, hoher Sachschaden und eine mehrstündige Sperrung der BAB 3 in Richtung Süden.

Symbolfoto: Th. Birkner

Am Samstag (31.03.2018) um 0:12 Uhr wurden die Feuerwehren Waldaschaff, Bessenbach, Weibersbrunn, Großostheim sowie die Kreisbrandinspektion Aschaffenburg (BY) von der ILS Bayerisch Untermain alarmiert. Ein vollbesetzter Reisebus war auf einen vorausfahrenden mit Glasscheiben beladenen Sattelzug aufgefahren. Durch das Unfallgeschehen wurden der Busfahrer sowie sein Beifahrer im Bus massiv eingeklemmt. Die Wucht des Unfalls brachte die Glasscheiben auf dem Lastwagen zu Bruch und verteilte sie auf alle vier Fahrspuren.

Nach der Ankunft der ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle wurde schnell ersichtlich, dass bei dem Unfall mehrere Personen zum Teil schwer verletzt wurden. Sofort forderten die Einsatzkräfte weitere Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes an. Von der Integrierten Leitstelle wurden daraufhin ein ITH, zahlreiche RTW, mehrere Notärzte, ein Organisatorischer Leiter, ein Leitender Notarzt sowie der ELW der Sanitätseinsatzleitung entsandt. Bis zum Eintreffen der nachalarmierten Kräfte kümmerten sich Sanitäter der Feuerwehren um die medizinische Erstversorgung.

Insgesamt wurden vor Ort 49 Personen gesichtet (darunter 14 Kinder im Alter unter 18 Jahren) und diese den entsprechenden Verletzungskategorien zugeordnet.

Eingeklemmte Personen befreit

Die eingeklemmten Personen wurden mit hydraulischen Rettungsgeräten aus ihrer Zwangslage befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Ebenso wurde durch die Feuerwehr ein Schnelleinsatzzelt aufgebaut, um die Betroffenen vor der Witterung zu schützen. Parallel zu diesen Maßnahmen wurde der Rettungsdienst weiterhin bei der medizinischen Versorgung der Verletzten unterstützt, der Brandschutz sichergestellt und die Unfallstelle sowie der Landeplatz des Rettungshubschraubers ausgeleuchtet.

18 Verletzte, darunter vier Schwerverletzte, wurden in die umliegenden Krankenhäuser transportiert. 31 unverletzte Businsassen wurden mit einem zufällig im Stau stehenden leeren Omnibus zum Rasthof Spessart verbracht. Für den Gepäcktransport wurde der Gerätewagen Logistik der Feuerwehr Goldbach angefordert. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren luden das Reisegepäck um und transportierten es ebenso an die Rastanlage. Dort wurden die Betroffenen durch die Schnelleinsatzgruppen Behandlung, Betreuung, Technik/Sicherheit und durch das Kriseninterventionsteam versorgt. Der Lkw-Fahrer kam offenbar mit dem Schrecken davon. Noch an der Rastanlage Spessart wurde ein Ersatzbus für die Heimfahrt der verunfallten Urlauber organisiert.

Nach der Unfallaufnahme unterstützten die Feuerwehren das Abschleppunternehmen bei der Bergung der nicht mehr fahrbereiten Fahrzeuge und bei der Fahrbahnreinigung. Insgesamt waren 90 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen der Feuerwehren und 75 Einsatzkräfte des Sanitäts- und Rettungsdienstes im Einsatz.

KFV Aschaffenburg

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