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BAYERN - EINSATZBERICHTE - 4. März 2019

Tragödie bei Wohnhausbrand in Nürnberg

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Am vergangenen Samstag starben bei einem Brand eines Wohnhauses in Nürnberg (BY) fünf Menschen, vier weitere Personen wurden verletzt. Während der Rettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen mussten die weit über 100 eingesetzten Kräfte sehr belastende Szenen bewältigen.

Großaufgebot: Mit Ablösung der Erstkräfte waren 60 Beamte aller fünf BF-Wachen, Trupps der FF Nürnberg-Werderau, über 60 Angehörige der Hilfsorganisationen mit Notärzten, Störungsdienst des Energieversorgers, Notfallseelsorger und über ein Dutzend Polizeibeamte im Einsatz. (Foto: Th. Birkn...

Beim Eintreffen der ersten Einheiten stand das EG im Vollbrand. Erst nach dem der Treppenraum abgelöscht war, konnte in das OG vorgedrungen werden. Fünf Tote und vier Verletzte sind die traurige Bilanz des Einsatzes. Das Haus ist unbewohnbar, die Kripo ermittelt. (Foto: Th. Birkner)

Im Erstangriff gingen drei PA-Trupps gegen das ausgedehnte Feuer im EG und zwei PA-Trupps ins OG zur Personensuche vor. Dabei wurden fünf Personen aufgefunden, die umgehend durch Einsatzbeamten des zweiten Löschzuges und von Polizisten bis zum Eintreffen weiterer Rettungsmittel reanimiert wurden. ...

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Am Samstag (2.3.2019) gegen 03:00 Uhr wurde der ILS Nürnberg ein Wohnhausbrand in einem Gewerbegebiet im Nürnberger Stadtteil Sandreuth mitgeteilt. Ein Mitarbeiter eines an dem Wohnhaus angrenzenden Bäckereibetriebes hatte das Feuer entdeckt. Mit dem Sichtwort „Wohnhausbrand, Menschenleben in Gefahr“ wurden daraufhin zwei BF-Löschzüge, I- und D-Dienst, weitere Sonderfahrzeuge und die FF Nürnberg Abteilung Werderau zur Einsatzstelle entsandt.

Bei Eintreffen der ersten Trupps stand das Erdgeschoss bereits vollkommend in Brand. Vier Personen konnten sich zum Teil mit nicht unerheblichen Verletzungen selbst ins Freie retten und wurden von den eintreffenden Notärzten und Rettungsdienstpersonal bereits medizinisch versorgt.

Bewusstlose Personen entdeckt

Drei PA-Trupps drangen von zwei Seiten in den Gebäudekomplex vor und begannen unverzüglich mit den Löscharbeiten. Das Absuchen nach weiteren vermissten Personen in dem völlig verqualmten Obergeschoss war erst nach dem Ablöschen des Treppenraumes möglich. Bei Betreten des Obergeschosses von weiteren PA-Trupps entdeckten diese dann insgesamt fünf bewusstlose Personen. Unverzüglich wurden diese ins Freie verbracht. Die komplette Mannschaft des zweiten  Löschzuges begann sofort bis zum Eintreffen weiterer Rettungsmittel mit den Reanimationsmaßnahmen. Während eine Person wenig später im Krankenhaus verstarb, mussten trotz intensiver Bemühungen bei den im Obergeschoss aufgefundenen Personen die Reanimationsmaßnahmen abgebrochen werden.

Bei den fünf verstorbenen Personen handelt es sich nach Polizeiangaben um eine 34-jährige Frau sowie vier Kinder im Säuglingsalter, 4, 5 und 7 Jahren.

Nach Beendigung der medizinischen Erstmaßnahmen wurde die Mannschaft des zweiten Löschzuges aus dem Einsatz herausgelöst. Notfallseelsorger wurden hinzugezogen. Erst in den Mittagsstunden konnten die letzten Einheiten den Brandort verlassen. Beamte des LKA München und die Kripo Nürnberg haben die Ermittlungen im Hinblick der Brandursache aufgenommen.

Th. Birkner

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