Bayern hält Starkregenrekord

115 Stunden Starkregen hat es in der Spitze in Deutschland seit Einführung der flächendeckenden Wetterradarmessung 2011 im Durchschnitt gegeben. Bayern hält mit einigen Gebieten diesen besonderen Rekord.

Gehalten wird der Rekord konkret von der Gegend um Aschau im Chiemgau (PLZ 83229) (Kreis Rosenheim). Die Plätze zwei und drei werden ebenfalls von Gebieten in Bayern belegt: Berchtesgaden (PLZ 83471) mit durchschnittlich 102,2 Stunden und Ruhpolding (PLZ 83324) mit 101,7 Stunden. Zu diesen Erkenntnissen kommt die Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Gebirge besonders anfällig für Starkregen

Die topografische Lage des Freistaates macht ihn besonders anfällig für schwere Unwetter. Andreas Becker, Klimaexperte beim DWD fasst zusammen; „Die Nordränder der Mittelgebirge und das Alpenvorland zählen grundsätzlich zu den gefährdetsten Gebieten in Deutschland.“ Auch die Westhänge der Mittelgebirge sind eingeschlossen.
Aber nicht nur in gebirgigen Gebieten ist Starkregen angesagt. Auch das Flachland ist betroffen. In Berlin-Halensee (PLZ 10711) wurden immerhin 71 Starkregenstunden gemessen.

Überflutungen und Hochwasserlagen

„Starkregen kann jeden treffen. Insbesondere die schweren Unwetter sind deutschlandweit in etwa gleich wahrscheinlich“, meint DWD-Experte Becker. So gab es seit 2001 bundesweit 43 Fälle, die von Meteorologen als Jahrhundertstarkregen betitelt wurden.

Schnell entwickeln sich aus den starken Regenfällen Überflutungen und Hochwasserlagen. Solche Naturgewalten richten Jahr für Jahr in Deutschland Milliardenschäden an.

Quelle: DGUV

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