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MELDUNGEN - NORDRHEIN-WESTFALEN - 6. März 2020

Ersthelfer wird Held der Straße

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Er war eigentlich nur auf dem Weg zur Arbeit, als Heinz-Dieter Drees einen Unfall bemerkte. Als er anhielt, um zu helfen, wurde ihm bewusst, dass die Situation weitaus schlimmer war als vermutet. Die Hilfe kam in letzter Minute. Nun wird der Ersthelfer als Held der Straße ausgezeichnet.

Der Grevener Ersthelfer erhält seine Auszeichnung zum Held der Straße. Diese ist mehr als verdient. Foto: © AvD / Goodyear

Als Heinz-Dieter Drees gegen halb fünf Uhr morgens am Sonntag, 24. November 2019, auf der Saerbecker Straße nahe Greven unterwegs zur Arbeit war, fiel ihm in der Dunkelheit ein ungewöhnliches Flackern in der Ferne auf. Denn zu dieser frühen Uhrzeit ist es eigentlich immer stockduster, und dementsprechend kaum jemand unterwegs.

Der 55-jährige erzählt weiter, er habe sich der Lichtquelle, die nahe der an der Straße befindlichen Kneipe zu sein schien, genähert. Dann sei ihm ein Leitpfosten aufgefallen, der mitten auf dieser Bundesstraße lag. „,Das kann doch nicht normal sein‘, dachte ich mir und verlangsamte das Tempo.“ Als der Grevener sich dem flackernden Licht weiter näherte, bemerkte er schließlich die Quelle: Gegenüber dem Parkplatz der Kneipe lag ein brennendes Auto im Graben. Es schlugen meterhohe Flammen aus der Beifahrerseite.  Er hielt an, konnte aber zunächst überhaupt nicht sehen, ob noch jemand im Fahrzeug war. Also setzte er zuerst einen Notruf ab.

Mutiger Ersthelfer ermöglicht Rettung in letzter Minute

Als Heinz-Dieter Drees sich zu dem brennenden Pkw vortastete, bemerkte er eine Person im Auto. Gleichzeitig sei an einem der oberen Fenster des Kneipengebäudes ein Mann erschienen. „Ich rief ihm zu: ‚Da ist noch einer drin, sie müssen runterkommen! Bringen Sie einen Feuerlöscher mit!‘,“ berichtet der Grevener. Anschließend machte er sich daran, den verletzten Fahrer aus dem brennenden Wagen zu befreien. Seiner Aussage zufolge war das Fenster entweder heruntergelassen worden oder kaputt gegangen. Heinz-Dieter Drees erinnert sich, dass der junge Mann im Fahrzeug vor Schmerzen in seinem verletzten Bein und auch wegen der unglaublichen Hitze laut schrie. Der Ersthelfer reagierte geistesgegenwärtig und forderte den Mann auf, sich abzuschnallen: „Du musst dich abschnallen, sonst kann ich dir nicht helfen,“ rief er ihm zu. „Ich komme nicht an deinen Gurt ran!“. Denn für ihn war klar: „Den kannst du doch hier nicht bei lebendigem Leib verbrennen lassen!“ Irgendwie habe der junge Mann es schließlich geschafft, den Gurt zu lösen. Daraufhin zog ihn sein Retter mit aller Kraft durch das Fahrerfenster hinaus. Dieser Einsatz war nicht so einfach, denn wir Heinz-Dieter Drees erzählt, bekam er wegen des Rauchs selbst kaum noch Luft. Außerdem erschwerte der glitschige Boden die Rettung zusätzlich, wie er berichtet. Die Rettung gelang dem Ersthelfer in letzter Minute. Heinz-Dieter Drees erinnert sich: „Drei Meter hatte ich ihn vom Auto weggezogen, da platzte ein Reifen am brennenden Kombi.“

Im Nachhinein, so dachte sich der Retter in der Not, hätte er den Gurt selbst durchschneiden können, wenn er ein entsprechendes Werkzeug in seinem Wagen gehabt hätte.

Alles nochmal gut gegangen

Ein weiteres Fahrzeug passierte die Unfallstelle. Es waren ein Mann und eine Frau, die beide mit anpackten. Der Mann aus der Kneipe kam schließlich mit einem Feuerlöscher zu Hilfe. Feuerwehr und Polizei waren ebenfalls schnell vor Ort und das Feuer am Unfallwagen wurde gelöscht. Nachdem er seine Meldung gemacht hatte, fuhr Heinz-Dieter Drees zur Arbeit. Dort kam später die große Erleichterung durch einen Anruf der Polizei: „Ich war sehr froh, als die Polizei mitteilte, dass der junge Mann außer Lebensgefahr war.“

Für diesen mutigen und selbstlosen Einsatz verliehen Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Heinz-Dieter Drees den Titel „Held der Straße“ des Monats Januar 2020.

Goodyear und der AvD suchen Monat für Monat mutige und selbstlose Heldinnen und Helden wie Heinz-Dieter Drees. Unterstützt wird die Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums von der Zeitschrift TRUCKER.

Automobilclub von Deutschland e.V. – AvD

 

 

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