EU-Kommission beschließt Katastrophenschutzprogramm

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Die Zusammenarbeit und die Koordination bei Katastropheneinsätzen soll sich verbessern.

Foto: rudolf ortner/pixelio.de

Die EU-Kommission hat letzte Woche ein neues Katastrophenschutzprogramm angekündigt.
Wie der online-Dienst  The European Circle berichtet baut die Initiative  auf dem PPRD-Programm (Prevention, Preparedness and Response to natural and man-made disasters) im Europa-Mittelmeer-Raum auf, das bereits erfolgreich zur Prävention, Verringerung und Bewältigung von Katastrophen beigetragen hat.
Hierzu zählten Naturkatastrophen genauso wie von Menschen verursachte Katastrophen. Das neue Programm beginnt ab Frühjahr 2013 und soll weiterhin einen umfassenden Katastrophenschutz garantieren. Finanziert wird es mit fünf Millionen Euro aus dem Europäischen Nachbarschafts- und Partnerschaftsinstrument.

Koordination bei der Katastrophenbewältigungmuss gefördert werden

Das neue Programm konzentriert sich stark auf die Prävention und Verringerung von Katastrophen. So liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung eines Katastrophenmanagements, das auf diese Ansätze ausgerichtet ist.
Neben staatlichen Stellen soll hier auch die Zivilgesellschaft mit einbezogen werden. Außerdem soll eine bessere Koordination bei der Katastrophenbewältigung gefördert werden.

Länder, die von derselben Katastrophe betroffen sind, sollen sich so gemeinsam besser schützen können. Angestrebt wird zudem eine verstärkte Kooperation zwischen dem Katastrophenschutz in der südlichen Mittelmehr-Region und der EU.

Katastrophenschutz muss verbessert werden

Laut Kristalina Georgieva, EU-Kommissarin für internationale Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe und Krisenreaktion, haben sich innerhalb der letzten 20 Jahre 1085 Katastrophen im europäischen Mittelmeer-Raum ereignet. Fast 47.000 Menschen seien dadurch ums Leben gekommen.
Der europaweite Katastrophenschutz müsse deshalb dringend verbessert werden, forderte Georgieva. „Wir brauchen eindeutig eine intensivere, bessere regionale Zusammenarbeit“, sagte sie auf der Konferenz zum neuen Programm.

Eine engere Kooperation der Länder hätte viele Vorteile und soll durch die neue Initiative gestärkt werden.„Wir haben durch dieses Programm bereits einiges erreicht, doch es bleibt noch viel zu tun“, meint auch Štefan Füle, EU-Kommissar für Erweiterung und europäische Nachbarschaftspolitik. Eine gute Zusammenarbeit der Länder müsse die Grundlage des Schutzprogramms sein, damit im Fall einer Katastrophe sofort adäquat reagiert werden könne.

EU spendet für Sandy-Opfer

Die EU richtet ihr Auge auch auf Länder außerhalb Europas. Sechs Millionen Euro werden an die Regionen in der Karibik gehen, die durch den Hurrikan am schlimmsten getroffen wurden. In Haiti und Kuba sind je 1,5 bzw. 3 Millionen Menschen betroffen. Die Dominikanische Republik sowie Jamaika wurden ebenfalls stark verwüstet.
Das Geld soll dabei helfen, die Menschen mit Nahrung zu versorgen und Reparaturen wie für die Wasserversorgung und für Häuser zu bezahlen. Außerdem soll die lokale Landwirtschaft finanziell sowie materiell unterstützt werden.

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