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EINSATZBERICHTE - NORDRHEIN-WESTFALEN - 14. August 2018

Brand bei Kunststoff-Verarbeiter

2019_03

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In Essen kam es am frühen Morgen zu einem Feuer in einem kunststoffverarbeitendem Betrieb. Eine weithin sichtbare, flammendurchsetzte Rauchwolke wies der Feuerwehr den Weg. Sofort wurde das Alarmstichwort auf B3 Großbrand erhöht. Vor Ort brannte ein Außenlager mit 1000 Paletten.

Symbolfoto: M. Filzen

Am frühen Dienstagmorgen (14.8. 2018)  kam es in Essen-Karnap kurz nach Mitternacht  zu einem Brand in einem kunststoffverarbeitenden Betrieb auf der Karnaper Straße. Eine weithin sichtbare flammendurchsetzte Rauchwolke wies den Einsatzkräften den Weg. Aufgrund dieser Eindrücke erhöhte der erstausrückende Zugführer schon auf der Anfahrt das Alarmstichwort auf „B3 – Großbrand“.

Den ersteintreffenden Kräften bot sich folgende Lage: Das Außenlager mit bis zu 1000 Paletten, auf denen je ca. 500 kg Kunststoff gelagert waren, brannte in voller Ausdehnung. Ein Übergreifen auf die ca. 85 x 30m große kombinierte Lager- und Produktionshalle stand kurz bevor. Ein vor der Halle abgestellter Lkw-Auflieger wurde ein Opfer der Flammen. Die Zugmaschine konnte nahezu unbeschädigt geborgen werden.

Halle konnte gehalten werden

Die Flammen hatten bereits die Oberlichter zerstört und drohten in die Halle zu laufen. Eine sofort mit massivem Wassereinsatz aufgebaute dreiseitige Riegelstellung sowie ein zeitgleicher Innenangriff konnten aber letztendlich die Halle retten.

Nachdem die Gefahr für die Halle gebannt war konnte das brennende Lagergut im Außenbereich mit mehreren Schaumrohren letztendlich gelöscht werden. Zur Brandbekämpfung kamen zeitgleich bis zu zwei bodengebundene Wasserwerfer, zwei Werfer über Drehleitern, 2 B-Rohre / Schaumrohre sowie vier C-Rohre zum Einsatz. Das sind bis zu 10.000 l Wasser pro Minute die gegen die Flammen eingesetzt wurden.

Um das benötigte Wasser zur Einsatzstelle zu fördern wurden knapp 4 km Schläuche verlegt. Zum Schutz der vorgehenden Kräfte gegen den Brandrauch wurden 54 Pressluftatmer und weitere Filtergeräte benötigt.

An dem Einsatz vor Ort waren ca. 150 Kräfte beteiligt; 12 davon von der Feuerwehr Gelsenkirchen. Die verwaisten Feuerwachen im Stadtgebiet wurden zeitgleich durch die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, welche nicht direkt an der Einsatzstelle eingesetzt waren, besetzt.

Gegen 06:00 Uhr war der Brand soweit bekämpft, dass nur noch einige Brandnester im Außenbereich abgelöscht werden mussten. Da die Halle gehalten werden konnte, behält die Firma ihre Existenzgrundlage.

FW Essen

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