Dramatische Nacht in Hamburg

2022_10

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Am frühen Donnerstagmorgen wurde der Feuerwehr Hamburg eine Rauchentwicklung aus dem Fenster eines Lokals im Stadtteil Billstedt gemeldet. Anwohner hatten kurz zuvor einen lauten Knall vernommen. Als kurze Zeit später das erste Löschfahrzeug vor Ort eintraf, schlugen bereits Flammen aus einem Fenster des Lokals. Mehrere Personen saßen oder standen absprungbereit an den Fenstern. Einige Bewohner waren bereits aus den Fenstern auf einen eingeschossigen Anbau gesprungen oder geklettert.

Symbolfoto: M. Krause

In den frühen Morgenstunden des 29. November 2018 wurde der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg über den Notruf 112 eine Rauchentwicklung aus dem Fenster eines Lokals im Stadtteil Hamburg Billstedt gemeldet. Anwohner hatten kurz zuvor einen lauten Knall vernommen. Daraufhin alarmierten die Beamten der Rettungsleitstelle zunächst die Löschgruppe der Feuer- und Rettungswache Billstedt sowie die Freiwilligen Feuerwehren Billstedt-Horn und Kirchsteinbek zum gemeldeten Einsatzort.

Lokal in Flammen

Als kurze Zeit später das erste Löschfahrzeug vor Ort eintraf, schlugen bereits Flammen aus einem Fenster des Lokals im Erdgeschoss des dreigeschossigen Gebäudes. Starke Rauchentwicklung in und am Gebäude erschwerte die Sicht. Mehrere Personen saßen oder standen absprungbereit an den Fenstern im ersten und zweiten Obergeschoss auf der Vorder- und Rückseite des Gebäudes und riefen zum Teil um Hilfe. Einige Bewohner waren bereits auf der Gebäuderückseite aus den Fenstern auf einen eingeschossigen Anbau gesprungen oder geklettert und konnten sich somit aus eigener Kraft vor dem giftigen Brandrauch in Sicherheit bringen.

Sofort begannen die Einsatzkräfte mit mehreren Trupps, insgesamt vier tragbaren Steckleitern und einer Drehleiter die Personenrettung aus dem freistehenden als Wohn- und Geschäftshaus genutzten Gebäude. Parallel hierzu forderte der Zugführer mit dem Alarmstichwort „Feuer 2 – Menschenleben in Gefahr“ eine weitere Löschgruppe der Berufsfeuerwehr, eine weitere Freiwillige Feuerwehr, einen Führungsdienst B, einen Bereichsführer FF, den Umweltdienst, den Großraumrettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, insgesamt vier Rettungswagen und den diensthabenden Pressesprecher zur Einsatzstelle nach.

22 Personen gerettet

Bereits kurze Zeit später konnten insgesamt 22 Männer und Frauen aus dem verrauchten Gebäude gerettet und zur Sichtung an den anwesenden Notarzt übergeben werden. Nachdem dieser festgestellt hatte, dass alle gesichteten Personen unverletzt waren, wurden Sie zunächst in Rettungswagen und im Großraumrettungswagen der Feuerwehr Hamburg von Notfallsanitätern betreut und im weiteren Verlauf an Mitarbeiter des Bezirksamtes und die Polizei übergeben.

Das Feuer in dem Lokal konnte durch einen Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz mit einem C-Rohr im Innenangriff schnell gelöscht werden. Dort hatten aus bisher unbekannter Ursache Einrichtungsgegenstände und Mobiliar gebrannt. Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten und Entrauchung des Gebäudes mit einem Druckbelüfter wurde die Brandstelle mit einer Wärmebildkamera auf Glut- und Wärmenester überprüft. Anschließend erfolgte die Übergabe der Einsatzstelle an die Polizei für weitere Ermittlungen. Die weitere Unterbringung der Bewohner wurde später mit dem Gebäudebetreiber abgesprochen.

Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg vor Ort im Einsatz.

FW Hamburg

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