Großbrand: Zehn Stunden im Einsatz

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Mehrere Feuer an zwei Gebäuden führten in Velbert zu einem aufwendigen Einsatz. Die Feuerwehr griff bei der Brandbekämpfung unter anderem auf  Drohnen und drei Drehleitern zurück.

Drei Drehleitern kamen bei dem Großbrand zum Einsatz. Foto: Feuerwehr Velbert

Am 22. Januar erhielten die hauptamtliche Wache der Feuerwehr Velbert (LK Mettmann, NRW) und die ehrenamtlichen Löschzüge Velbert-Mitte eine Alarmierung wegen eines Brands in der Mittelstraße. Das Stichwort: „Gewerbe_Klein“. Als die Einsatzkräfte vor Ort ankamen, konnten sie im zweiten Obergeschoss des ehemaligen Verwaltungsgebäudes dichten Rauch und Flammen erkennen.

Sofort rückte ein Trupp unter Atemschutz mit einem ersten Strahlrohr ins Gebäude vor. Im zweiten Obergeschoss war die Temperatur zu diesem Zeitpunkt bereits so hoch, dass die Einsatzkräfte nicht weiter in den Dachbereich vordringen konnten. Daher leitete die Besatzung der ebenfalls alarmierten Drehleiter eine Brandbekämpfung von außen über ein Wenderohr ein. Die Löschzüge Langenberg wurden mit einer zweiten Drehleiter für unterstützende Maßnahmen nachalarmiert. Mit den beiden Drehleitern und einem Rohr konnten die Einsatzkräfte den durchgebrannten Dachstuhl im Außenangriff löschen.

Der kräfteintensive Einsatz mitten im Schnee dauerte zehn Stunden. Foto: Feuerwehr Velbert

Weitere Feuer an Lagerhalle

Am Eingang der Lagerhalle hinter dem Brandobjekt wurde derweil ein zweites Feuer entdeckt. Einsatzkräfte agierten hier mit einem zweiten Strahlrohr. Bei weiteren Erkundungen wurde zudem festgestellt, dass es auch an der Rückseite der Lagerhalle brannte. Zur Brandbekämpfung kam hier eine dritte Drehleiter zum Einsatz.

Wärmebilder dank Drohnengruppe

Da die Einsatzstelle größer war als ursprünglich angenommen, wurde die Drohnengruppe der Feuerwehr Velbert nachalarmiert. Mit den Wärmebildern der Drohnen ließen sich versteckte Glutnester in den Dachbereichen auffinden. Für die Einsatzkräfte folgte sowohl im Verwaltungsgebäude als auch im hinteren Teil der Lagerhalle mühsame Kleinarbeit: Sie mussten aus dem Drehleiterkorb heraus die Dachhaut entfernen und die Nester ablöschen.

Die Drohnengruppe der Feuerwehr Velbert half mit ihren UAV an der Brandstelle aus. Foto: Feuerwehr Velbert

Die Versorgungstruppe des Einsatzbereichs Mitte unterstützte die Einsatzkräfte bei Minusgraden tatkräftig mit Heißgetränken, Brötchen und Schokoriegeln. In den Räumlichkeiten des DRK Ortsvereins Velbert konnten sich die Einsatzkräfte aufwärmen. Zudem erhielten sie hier Getränke.

Nach rund zehn Stunden war der Einsatz um 14.30 beendet. 80 Kräfte der hauptamtlichen Wache und der sieben ehrenamtlichen Löschzüge, der Drohnengruppe und der Versorgungsgruppe der Feuerwehr und des Rettungsdienstes der Stadt Velbert waren im Einsatz. Unterstützung erhielten sie von den Stadtwerken, den technischen Betrieben und der Polizei Velbert.

An der Hauptwache in der Kopernikusstraße gab es für die beteiligten Einsatzkräfte anschließend eine warme Mahlzeit.

Feuerwehr Velbert

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