Löschroboter der Feuerwehr Kleve bewährt sich im Einsatz

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Mit dem LUF 60 verfügt die Feuerwehr Kleve seit 2022 über ein Spezialgerät für die Brandbekämpfung z. B. an schwer erreichbaren Brandstellen. Der Löschroboter hat am 6. Dezember 2022 seinen ersten realen Einsatz bestritten – im Rahmen einer überörtlichen Hilfe für die Feuerwehr Duisburg. Dort konnte er das Blatt wenden und ermöglichte den Einsatzerfolg. 

KLever Löschroboter vor der Brandöffnung
Erstmals im Einsatz: Der Löschroboter wurde zunächst zur Entrauchung des betroffenen Tunnels genutzt. Foto: Feuerwehr Kleve

Anfang des Jahres 2022 konnte die Feuerwehr Kleve (NRW) einen besonderen neuen Helfer in Dienst stellen: das Löschunterstützungsfahrzeug „LUF 60“. Der Löschroboter ist unter anderem für Tunnelbrände oder Brände in Bereichen geeignet, die die Einsatzkräfte aufgrund einer besondere Gefährdung nicht betreten können. Die Feuerwehr Kleve hatte ihn im Rahmen ihres neuen Brandschutzbedarfsplans beschafft. Das Kettenfahrzeug ist fernsteuerbar und verfügt über einen hydraulisch betriebenen Großlüfter mit der Möglichkeit, Löschwasser einzuspeisen.

Nun kam der Löschroboter erstmals bei einem Brand zum Einsatz: Am 6. Dezember 2022 machten sich einige Einsatzkräfte der Feuerwehr Kleve mit dem LUF 60 auf den Weg nach Duisburg.

Schwer erreichbarer, unterirdischer Brand

Im Rahmen der überörtlichen Hilfe forderte die Feuerwehr Duisburg die Feuerwehr Kleve mit dem Spezial-Einsatzmittel LUF 60 zur Autobahn 59 nach. Dort brannte seit dem späten Abend des Vortags (5. Dezember 2022) eine unterirdische Schießanlage. Den Brand hatte die Besatzung eines RTW (Rettungswagen) gegen 22.45 Uhr entdeckt, weil Rauch aus einer Öffnung im Boden ausgetreten war. Diese liegt unter der BAB 59 auf dem ehemaligen Gelände der Love Parade. Die angeforderten Einsatzkräfte entdeckten bei der Erkundung das Feuer in einem unterirdischen Schießstand mit rund 170 m Länge.

Spezialisierte Mannschaft: Der Maschinist des LUF 60 (hinten im Bild) und die weiteren Klever Einsatzkräfte sind für den LUF 60 geschult worden. Foto: Feuerwehr Kleve

Feuertaufe für den Löschroboter

Es war kaum möglich, zum Löschen in die Anlage vorzudringen, die nicht nur stark verraucht, sondern auch einsturzgefährdet war. Weil der Feuerwehreinsatz bereits die gesamte Nacht angedauert hatte und das Feuer nicht gelöscht war, war der Löschroboter aus Kleve als Alternative gefragt.

Die Klever Feuerwehrkräfte rückten mit einer Gruppe speziell für die Arbeit mit dem LUF ausgebildeter Feuerwehrleute unter Leitung des Stadtbrandinspektors Daniel Scholz an. Sie nutzten den Löschroboter zunächst zur Entrauchung der Tunnelanlage mithilfe des Großlüfters. Anschließend speisten sie Löschwasser ein und der Löschroboter stellte seine Leistungsfähigkeit beim Löschen unter Beweis. Mit seiner Hilfe gelang es, bis zum Brandherd vorzudringen und das Feuer schließlich zu löschen.

Reisefertig: Den Weg von Kleve nach Duisburg und zurück legte der Löschroboter auf einem Lkw der Feuerwehr zurück. Foto: Feuerwehr Kleve

Für das Team der Feuerwehr Kleve endete der Einsatz am frühen Nachmittag. Die Feuerwehr Duisburg stellte anschließend noch eine Brandwache an der Einsatzstelle.

Florian Pose,
Feuerwehr Kleve

LUF im Einsatz in Hamburg

Einen guten Eindruck von der Arbeit mit dem Löschroboter LUF vermittelt auch dieser Bericht vom Brand eines großen Lagerhallenkomplexes in Hamburg:

 

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