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EINSATZBERICHTE - NORDRHEIN-WESTFALEN - 19. Oktober 2020

Waldbewohner auf Abwegen von Feuerwehr gerettet

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Ein scheuer Waldbewohner befand sich am Vormittag des  17. Oktober 2020 auf Abwegen – und brachte sich dabei in eine missliche Lage. Denn das Reh unternahm einen Ausflug nach Neviges, wo es in den dortigen Hardenberger Bach gelangte. Doch daraus konnte sich das Tier nicht mehr selbst befreien.

Ein Waldbewohner auf Abwegen benötigte am Vormittag des 17. Oktober 2020 die Hilfe der Velberter Feuerwehr.
Ein Waldbewohner, der sich in den Hardenberger Bach in Neviges verirrt hatte, benötigte am Vormittag des 17. Oktober 2020 die Hilfe der Velberter Feuerwehr. Foto: Feuerwehr Velbert.

In Neviges (LK Mettmann, NRW) ist am Vormittag des 17. Oktober 2020 ein junges Reh auf Abwege geraten. Anwohner entdeckten den scheuen Waldbewohner an der Weinbergstraße im Hardenberger Bach. Aktuell führt dieser kaum Wasser. Zudem verläuft er in diesem Bereich zwischen den Häusern. Hohe Mauern säumen seine Ufer. Doch diese Mauern hielten das junge Reh auch gefangen. Um aus dem Bachbett zu entkommen, sprang es vergeblich daran hoch.

Schonende Rettung

Um 11.01 Uhr erfolge dann die Alarmierung der Feuerwehr Velbert. Die Einsatzkräften hatten keine Schwierigkeiten, das Jungtier einzufangen. Allerdings unterließen sie es, das Reh per Leiter aus dem Bachbett zu befreien. Denn dies hätte zu viel Stress für das Reh bedeutet. Stattdessen trugen sie es, sicher in eine Decke eingeschlagen, ein ganzes Stück bachaufwärts. Dort konnten sie das Gewässer problemlos über eine Treppe am Ufer verlassen. Anschließend stellten Anwohner den Einsatzkräften ihren Hausflur zur Verfügung, damit diese das Tier untersuchen konnten. Dabei stellten sie fest, dass das Reh die Sprungversuche und die Bergung offensichtlich ohne größere Blessuren überstanden hatte. Zudem beruhigte es sich in der Obhut der Einsatzkräfte allmählich.

In der Zwischenzeit wurde der zuständige Jagdausübungsberechtigte informiert. Als dieser vor Ort eintraf, untersuchte er das Tier ebenfalls. Danach brachte er es gemeinsam mit einem Feuerwehrfahrzeug in den nahen Wald. Dort entließ er es in die Freiheit. Der Einsatz der Feuerwehr endete schließlich gegen 12.30 Uhr. Die Feuerwehr Velbert spricht den Anwohnern ein herzliches Dankeschön aus, die ihren Hausflur für die zeitweise Beherbergung von Reh und Einsatzkräften zur Verfügung gestellt hatten.

Reinhard Lüdeke,
F
euerwehr Velbert

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