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MELDUNGEN - 20. Juli 2020

Einsatz Nummer 800.000 zum Jubiläum

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2020 wird die zivile Luftrettung in Deutschland 50 Jahre alt. Dass genau in dieses Jubiläum auch Einsatz Nummer 800.000 fällt, scheint sehr passend. Die Anzahl der Einsätze zeigt zudem, welche Bedeutung den fliegenden Einsatzkräften im Bevölkerungsschutz zukommt.

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Ein Jubiläum zum Jubiläum: 800.000 Einsätze zum 50. Geburtstag. Foto: BBK.

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Die Zivilschutz-Hubschrauber leisten einen sehr wichtigen Beitrag zum Bevölkerungsschutz. Foto: BBK.

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Christoph Unger, Präsident des BBK, hebt auch hervor, wie wichtig perfekt eingespielte Teams sind. Foto: BBK.

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Torsten, Hallmann, Leiter der Bundespolizei-Fliegergruppe, lobt zudem die sehr gute interbehördliche Zusammenarbeit. Foto: BBK.

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Auch zu Gast war der Tom Joshua Schiffka, dessen Rettung den 800.000sten Einsatz auslöste. Foto: BBK.

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Gleich zwei Jubiläen darf das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) 2020 feiern. Denn die zivile Luftrettung in Deutschland feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Und passend dazu flogen die Zivilschutz-Hubschrauber (ZSH) des Bundes ihren 800.000sten Einsatz. Christoph Unger, Präsident des BBK, nahm diese beiden Ereignisse zum Anlass, um auf die Bedeutung der ZSH für den Bevölkerungsschutz aufmerksam zu machen. Außerdem war bei der Feier auch der Junge anwesend, dessen Rettung den Jubiläumsflug ausgelöst hatte.

Die ZSH – besondere Hubschrauber für schwierige Aufgaben

Insgesamt verfügt die Bundesrepublik Deutschland über 18 Zivilschutz-Hubschrauber an zwölf Luftrettungsstandorten, die in erster Linie für den Zivilschutz vorgehalten werden. Sie kommen also vorwiegend in einem Spannungs- oder Verteidigungsfall zum Einsatz.

Diese Hubschrauber haben weitreichende Spezialisierungen. So können sie etwa Schwerverletzte oder Erkrankte nach der ersten Behandlung vor Ort abtransportieren sowie Schadenstellen erkunden und überwachen. Sogar das Beobachten und Lenken von Flüchtlingsströmen ist möglich. Zudem sind sie für die Messung radioaktiver Strahlung und für den Transport von Spezialisten und Material ausgestattet.

Während Friedenszeiten dürfen die Länder die Helikopter im Luftrettungsdienst nutzen. „Nur erfahrene und perfekt eingespielte Teams können auch schwierigste Herausforderungen meistern. Das gilt dabei sowohl für Notfälle im Alltag  als auch für die schlimmste Katastrophe, für den Krieg“, so Christoph Unger bei der Jubiläumsfeier in Bonn. „Ohne Unterstützung aus der Luft wäre der Zivilschutz nicht komplett.“

ZSH rettet verunglückten Mountainbiker zum Jubiläum

Welchen Beitrag die ZSH mit ihren Spezialfähigkeiten leisten können, zeigten sie in den Osterferien 2020. Ein 14-Jähriger war auf einer Fahrradtour in einem Waldstück in der niedersächsischen Gemeinde Edemissen verunglückt. Er fuhr über eine Wurzel, überschlug sich dabei und blieb verletzt liegen. Seine Schwester und sein bester Freund aber reagierten besonnen: sie holte sofort Hilfe, während er bei dem Verunfallten blieb. Eine Spaziergängerin leistete indes Erste Hilfe. Als ausgebildete Krankenschwester war ihr schnell klar, dass hier ein Rettungsteam mit Helikopter notwendig war. Somit startete Christoph 4 vom Luftrettungszentrum (LRZ) Hannover zu dem Jubiläumseinsatz.

Die Crew des Helikopters war schnell vor Ort, half professionell und brachte den Verletzten mit einem komplizierten Armbruch in die Kinderklinik.

Unterschiedliche Akteure in luftiger Höhe

Das besondere an den Teams auf den Hubschraubern ist, dass sie unterschiedlichen Behörden angehören. Denn die Notärztinnen und -ärzte werden meist von den jeweiligen Stationskrankenhäusern, die Notfallsanitäterinnen und -sanitäter von den Hilfsorganisationen und Berufsfeuerwehren gestellt. Die Pilotinnen und Piloten kommen darüber hinaus von der Bundespolizei. Diese übernimmt zudem die Wartung der Hubschrauber. „Es grenzt schon an ein Verwaltungswunder, dass so viele beteiligte Behörden und Organisationen so reibungslos zusammenarbeiten. Und das schon seit fünf Jahrzehnten. Vermutlich liegt es einfach an der guten Sache, für die wir uns alle gemeinsam engagieren“, lobt Torsten Hallmann, Leiter der Bundespolizei-Fliegergruppe, die langjährige Zusammenarbeit auf den Helikoptern.

Standorte der Luftrettungszentren:

  • Frankfurt am Main Christoph 2
  • Köln Christoph 3
  • Hannover Christoph 4
  • Kassel Christoph 7
  • Duisburg Christoph 9
  • Siblin Christoph 12
  • Bielefeld Christoph 13
  • Traunstein Christoph 14
  • Kempten Christoph 17
  • Hamburg Christoph 29
  • Güstrow Christoph 34
  • Brandenburg Christoph 35


Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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