Übung: Gefahrstoffaustritt und verletzte Person

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Ein Gefahrstoffaustritt in Folge eines Unfalls, ein verletzter Arbeiter und sieben weitere Personen im Gefahrenbereich. Dies war das Szenario der Jahresabschlussübung der Feuerwehr Rösrath. Über 60 Einsatzkräfte, zahlreiche Beobachter/-innen sowie Statistinnen und Statisten aus der Jugendfeuerwehr waren am Übungs-Einsatz beteiligt.  

Einsatzkraft unter CSA beim Einsatz
Chemikalienschutzanzüge: Bei dem angenommenen Gefahrstoffaustritt gingen die Einsatzkräfte in CSA vor. Foto: Feuerwehr Rösrath

Sozusagen „pünktlich zum Feierabend“ schlug am 22. November 2022 um 18.30 Uhr der Melder für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Rösrath (Rheinisch-Bergischer Kreis, NRW) an. Er alarmierte die sie zur großen Jahresabschlussübung 2022 aus dem Bereich „Gefährliche Stoffe und Güter“.

Das Einsatzszenario

Die gesamte Feuerwehr wurde zu einer angenommenen Einsatzlage an der LVR-Schule am Königsforst, im Paffrather Weg, alarmiert. Dabei lautete das Stichwort „ABC-Stoffaustritt im Freien“. Folgende Einsatzlage war vor Ort aufgebaut: Am Hallenbad der Schule war es zu einem Verladeunfall mit einem IBC-Container, gefüllt mit Hypochlorite, gekommen. Dabei hatte dieser Leck geschlagen und einen Arbeiter unter sich eingeklemmt, der durch eine Übungspuppe dargestellt war.

Leck geschlagener IBC-Container mit Gefahrstoffaustritt
Der Leck geschlagene IBC-Container. Foto: Feuerwehr Rösrath

  

ABC-Einsatz

Nach der Ankunft an der Übungsstelle gingen die ersteintreffenden Kräfte sofort zur Rettung des verunfallten Arbeiters vor. Zugleich bauten ihre Kameradinnen und Kameraden einen Dekontaminationsplatz auf und sperrten das Gelände ab.

Der aufgebaute Dekontaminationsplatz
Dekontaminationsplatz: Wie bei einer Ampel ist der Übergang von kontaminierten Schwarzbereich (rot) über den Graubereich (gelb) zum Weißbereich (grün) dargestellt. Foto: Feuerwehr Rösrath

Kurz darauf ergab die weitere Erkundung, dass sich im Hallenbad – und damit im Gefahrenbereich – noch sieben Personen befanden. Für deren Darstellung standen einige Statisten der örtlichen Jugendfeuerwehr parat. Nach und nach führten die Einsatzkräfte alle Betroffenen zum Dekontaminationsplatz.

Verletztendarsteller wird auf dem Rollstuhl nach draußen gebracht
Zwei der Statisten der Jugendfeuerwehr werden aus dem Gefahrenbereich gebracht. Foto: Feuerwehr Rösrath

Zuletzt galt es noch, den Leck geschlagenen IBS-Behälter abzudichten. Dazu gingen Trupps unter CSA (Chemikalienschutzanzüge) vor. Das Ende der Übung war gegen 20:30 Uhr. Anschließend erfolgte eine Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Forsbach. Es hatten insgesamt 61 Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Rösrath mit Unterstützung durch weitere Kräfte aus Overath an der Übung teilgenommen.

Abschlussbesprechung
Unmittelbare Nachbesprechung: Die ist besonders vielversprechend, wenn die Eindrücke noch frisch sind. Foto: Feuerwehr Rösrath

Dank der Wehr

Die Feuerwehr Rösrath spricht ihren Dank an die LVR-Schule für die Bereitstellung der Örtlichkeit, an die Statisten der Jugendfeuerwehr Rösrath sowie an die  Übungsbeobachter aus, die die Feuerwehr Overath und der Dekon-Zug des Rheinisch-Bergischen-Kreises gestellt hatten.

Björn Roth,
Feuerwehr Rösrath

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