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BADEN-WÜRTTEMBERG - MELDUNGEN - 11. Juni 2019

Hubschrauber „Christoph 51“: 30-jähriges Jubiläum

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Seit 30 Jahren im Einsatz: Der ‚Christoph 51‘ in Stuttgart leistete bereits über 24300 Einsätze. Als ‚fliegende Intensivstation‘ dient er zum Transport von Patienten, deren intensivmedizinische Therapie auch während des Transportes nicht unterbrochen werden darf. Er wird zudem in Notfallsituationen eingesetzt. 

EC 145 vor dem Hangar. Foto: DRF Luftrettung

30 Jahre ‚Christoph 51‘

Den Hubschrauber ‚Christoph 51‘ nahm die DRF Luftrettung vor 30 Jahren am Flughafen Stuttgart in Dienst. Diese hochmodern ausgerüstete Maschine wurde seither zum unverzichtbaren Bestandteil der notfallmedizinischen Versorgung Baden-Württembergs. Seit Inbetriebnahme leistete der am Flugplatz Pattonville stationierte ‚Christoph 51‘ bereits über 24.300 Einsätze. Er ist täglich von 8.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit und mit erfahrenen Piloten, Notärzten und Notfallsanitätern besetzt.

Anspruchsvolle Intensivtransporte im ‚Christoph 51‘

Thomas Roth, Pilot und Stationsleiter der Station Stuttgart, betont die Bedeutung des Hubschraubers: „‘Christoph 51‘ ist der Intensivtransporthubschrauber in Baden-Württemberg, der tagsüber am häufigsten alarmiert wird, wenn schwer erkrankte oder verletzte Patienten von einer Klinik in eine andere transportiert werden müssen“. Mit seinen Kollegen startet Roth zu über 1.100 Einsätzen pro Jahr.

Für viele ihrer Patienten ist der Flug an Bord von ‚Christoph 51‘ die letzte Überlebenschance. „Wir führen sehr viele medizinisch hoch anspruchsvolle Transporte durch, beispielsweise von frühgeborenen Kindern im Brutkasten, dem sogenannten Inkubator“, berichtet Roth.  Regelmäßig kommt außerdem die mobile Herz-Lungen-Maschine, die sogenannte ECMO (Extrakorporale Membranoxygenierung), zum Einsatz. Durch sie kann die intensivmedizinische Therapie von Patienten mit Herz- oder Lungenversagen beim Transport beibehalten werden. Neben der Stuttgarter Station der DRF Luftrettung führen nur wenige Hubschrauberstationen in Deutschland dieses komplexe Verfahren durch.

Kompetenz in Notfallmedizin und Intensivtransport

Eine wichtige Errungenschaft sind die sogenannten ‚Christoph-Tage‘, wie Roth erzählt: „Wir haben uns über die Jahre und in Kooperation mit dem Klinikum Ludwigsburg eine große Kompetenz und Erfahrung im Bereich der präklinischen Notfallmedizin und im Bereich Intensivtransport aufgebaut. Um dieses Wissen kontinuierlich zu erweitern und mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Rettungsdiensten, Leitstellen und Kliniken zu teilen, finden in Kooperation mit der Station Leonberg regelmäßig unsere Christoph-Tage statt. Denn nur mit dem Anspruch, immer besser zu werden, und Hand in Hand mit unseren Partnern erreichen wir unser wichtigstes Ziel, unsere Patienten optimal zu versorgen.“

Der ‚Christoph 51‘ in Notfalleinsätzen

Neben dem Transport von Intensivpatienten wird der ‚Christoph 51‘, der wie eine fliegende Intensivstation ausgestattet ist, auch bei Notfällen eingesetzt. Er dient hier als schneller Notarztzubringer und für den Transport von Notfallpatienten. Dabei wird er für Notfalleinsätze in die Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr, Heilbronn, Stuttgart, Schwäbisch Hall, Hohenlohe, Esslingen, Pforzheim, Ostalb, Calw, Göppingen, Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb alarmiert. Jeder Einsatzort im Umkreis von 60 Kilometern ist in maximal 15 Flugminuten erreichbar.

Die Stuttgarter Station der DRF Luftrettung

Die Stuttgarter Station der DRF Luftrettung wurde am 9. Juni 1989 am Flughafen Stuttgart in Betrieb genommen. Als erster Hubschrauber war dort eine Bell 206-Long Ranger stationiert. Im Oktober 1989 wurde auf die Eurocopter BO 105 und im Dezember 1993 auf eine Eurocopter BK 117 umgestellt. Der ‚Christoph 51‘ ist seit 2009 am Flugplatz Pattonville stationiert. Zusätzlich wird seit dem 25. August 2017 ein Hubschrauber des Typs EC 145 eingesetzt.

Über die DRF Luftrettung

Die DRF Luftrettung betreibt 29 Luftrettungsstationen in Deutschland und zwei in Österreich, wobei zehn Stationen im 12-Stunden-Betrieb besetzt sind.  Zusätzlich ist sie im Netzwerk der AP³ Luftrettung an einer weiteren Station in Liechtenstein beteiligt. An ihren Luftrettungsstationen werden Hubschrauber für die Notfallrettung und für den Transport von Intensivpatienten  betrieben.

Die DRF Luftrettung zählt europaweit zu den zivilen Betreibern mit den meisten Hubschrauber-Flugstunden bei Dunkelheit. Mit eigenen Ambulanzflugzeugen führt sie zusätzlich weltweite Rückholungen von Patienten durch.  Zu den Luftrettern, die über 40444 Einsätze pro Jahr absolvieren, zählen derzeit 570 Notärzte, 170 Piloten und 120 HEMS-TC.

DRF Stiftung Luftrettung gemeinnützige AG

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