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EINSATZBERICHTE - NORDRHEIN-WESTFALEN - 10. November 2020

Brandmeldeanlage meldet Brand in Müllanlage

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Eine Brandmeldeanlage meldete am Vormittag des 9. November 2020 einen Brand in einer Rohstoffverwertungsfirma in Werne. Denn dort hatte in einem Außensilo Unrat Feuer gefangen. 24 Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen.

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Eine Brandmeldeanlage meldete am 9. November 2020 einen Brand in einem Rohstoffverwertungsunternehmen. Foto: Feuerwehr Werne.

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Dort war in einem Außensilo Unrat in Brand geraten. Foto: Feuerwehr Werne.

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Ein Bagger zog den Unrat auseinander, damit die Feuerwehr die Glutnester besser ablöschen konnte. Foto: Feuerwehr Werne.

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Um 11.11 Uhr ging am 9. November 2020 ein Notruf bei der Freiwilligen Feuerwehr Werne (LK Unna, NRW) ein. Daraufhin rückten der Löschzug 1 Stadtmitte sowie die Löschgruppe 4 aus Holthausen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage (BMA) in einem Rohstoffverwertungsunternehmen an der Capeller Straße in Werne aus. Der zuerst eintreffende Einsatzleiter erkundete an der BMA den gemeldeten Auslösebereich. Parallel zu dieser Erkundung war eine Rauchentwicklung aus einem abgetrennten Außensilo erkennbar. Dort lagerten Misch- bzw. Restwertstoffe. Das eintreffende Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) fuhr direkt bis an den betroffenen Außenbereich und baute einen Löschangriff auf. Ein Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz begann mit dem Hohlstrahlrohr einen ersten Löschangriff.

Währenddessen stellte die Besatzung des Tanklöschfahrzeug (TLF) einen Sicherheitstrupp und baute die Wasserversorgung für das HLF auf. Zudem sprach der Einsatzleiter mit dem Betriebsleiter. Denn ein Bagger sollte die brennenden Müllberge auseinanderziehen. Dadurch konnte der Angriffstrupp die Glutnester besser ablöschen. Die nachrückenden Einsatzkräfte der Löschgruppe 4 aus Holthausen bauten die Löschwasserversorgung von der Capeller Straße zum TLF auf. Weitere Trupps löschten inzwischen die auseinandergezogenen Müllberge mit einem Wasser-Schaumgemisch ab. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierten sie währenddessen den Löscherfolg.

Wenig Brandmaterial

Um 11.35 Uhr meldete der Einsatzleitwagen schließlich „Feuer unter Kontrolle“ an die Kreisleitstelle in Unna. Der schnelle Einsatz der Feuerwehren verhinderte Schäden am Dach des Lagerplatzes sowie ein Übergreifen auf benachbarte Silagen. Glücklicherweise war der betroffene Bereich jedoch verhältnismäßig leer. Dieser hätte ansonsten komplett entleert und abgelöscht werden müssen. Lüfter bliesen den Rauch anschließend aus dem Unterstand. Dadurch konnte die Brandmeldeanlage wieder einsatzbereit geschalten werden. Als Brandursache wird ein sich selbst entzündender Lithium-Ionen-Akku in den Mischwertstoffen vermutet. Um die verschmutzten Schläuche abzutransportieren, rückte im Einsatzverlauf der Gerätewagen Logistik zur Einsatzstelle nach. Der Eigentümer kümmerte sich selbstständig um die Rückhaltung des Löschwassers. Gegen 12.15 Uhr übergaben die Einsatzkräfte die Einsatzstelle an den Betreiber, der Einsatz selbst endete schließlich gegen 12.35 Uhr. Im Einsatz befanden sich 7 Feuerwehrfahrzeuge mit 24 Einsatzkräften sowie der Rettungsdienst und die Polizei.

Tobias Tenk
Freiwillige Feuerwehr Werne

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