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EINSATZBERICHTE - NORDRHEIN-WESTFALEN - 21. August 2020

Drehleiter-Einsatz nach missglückter Handy-Rettung

2020_06

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Die Feuerwehr Bad Salzuflen musste in der Nacht auf den 14. August 2020 eine Handyretterin von einem Dach retten. Der jungen Frau fiel ihr das Handy aus dem Fenster, als sie ein Gewitter fotografieren wollte. Um es zu retten, kletterte sie aus dem Fenster, rutschte das Dach hinunter – und saß anschließend auf dem Dach fest. Die Einsatzkräften rückten mit der Drehleiter an und retteten sie aus dieser Situation.

Mit der Drehleiter retteten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzuflen eine junge Frau von einem Dach, nachdem diese ihr abgestürztes Handy retten wollte.
Mit dieser Drehleiter retteten die Einsatzkräfte der Feuerwehr Salzuflen die junge Frau aus ihrer Notsituation. Foto: Freiwillige Feuerwehr Bad Salzuflen.

Zu einem kuriosen Einsatz sind die hauptamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Bad Salzuflen in der Nacht zum 14. August 2020 gerufen worden. Gegen 1.15 Uhr meldete sich die Bewohnerin einer Salzufler Dachgeschosswohnung bei der Leitstelle Lippe in Lemgo. Aus ihrem Dachfenster hatte sie das heraufziehende Gewitter beobachten und fotografieren wollen. Dabei war ihr das Handy aus der Hand gerutscht und etwa vier Meter tief auf einem Dachvorsprung des Wohnhauses gelandet. Um das Handy zu retten, nahm die 26-Jährige ihren ganzen Mut zusammen und kletterte aus dem Fenster. Anschließend rutschte sie über die Dachfläche bis zum Vorsprung herunter. Dort gelang es ihr, das unbeschädigte Smartphone zu sichern.

Allerdings saß die junge Frau nun auf dem Dach fest. Allein schaffte sie es nicht zurück in ihre Wohnung. In ihrer Not rief sie zunächst ihren Lebensgefährten an. Dieser musste jedoch schnell feststellen, dass er nicht helfen konnte. Die Frau griff deswegen erneut zum Smartphone und wählte den Notruf. Die hauptamtlichen Kräfte rückten mit der Drehleiter aus und befreiten die unterkühlte, aber unverletzte Bewohnerin binnen kürzester Zeit aus ihrer misslichen Lage. Schätzungsweise rund 1,5 Stunden hat sie bei Wind und Wetter auf dem Dachvorsprung verbracht. Selbst das zum Teil starke Gewitter konnte ihr dabei nichts anhaben. Die Salzuflerin muss bei ihrer Aktion, die keinesfalls zur Nachahmung geeignet ist, einen ganz besonderen Schutzengel gehabt haben.

Freiwillige Feuerwehr Bad Salzuflen

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