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Personensuche: Großeinsatz in Bad Segeberg

2020_06

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Am Morgen des 16. August 2020 findet eine Gruppe von Erntehelfern Kleidungsstücke sowie persönliche Gegenstände. Von deren Besitzer ist jedoch nirgends eine Spur. Die hinzugerufenen Einsatzkräfte starten eine großangelegte Personensuche, finden allerdings niemanden. Letztlich kann die Frau der vermissten Person die Situation aber aufklären.

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Am 16. August rückten Einsatzkräfte zum Muggesfelder See aus, um nach einer vermissten Person zu suchen. Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg.

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Ebenso war eine Rettungshundestaffel vor Ort. Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg.

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Mit mehreren Booten und Tauchern suchten die Einsatzkräfte den gesamten See ab. Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg.

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Die Suche gestaltete sich sowohl zeit- als auch ressourcenintensiv. Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg.

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Beteiligt waren die verschiedensten Blaulichteinheiten. Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg.

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Gegen 4.30 Uhr am 16. August 2020 bemerkte eine Gruppe von Erntehelfern, die im „Muggesfelder See“ (Nahe Blunk, Kreis Segeberg, SH) schwimmen gehen wollten, mehrere Kleidungsstücke und persönliche Gegenstände auf einer Bank. Sie konnten aber keine Person an Land oder im Wasser erkennen und alarmierten daraufhin die Polizei.

Die Beamten bestätigten bei ihrem Eintreffen die gemeldete Lage. Da sie davon ausgehen mussten, dass die Person sich noch im Wasser befindet, alarmierten sie die Rettungskräfte.

Neben der Freiwilligen Feuerwehr Nehms wurden auch die Kräfte aus Bad Segeberg, dem Rettungsdienst sowie der DLRG Bad Bramstedt und Kaltenkirchen zur Einsatzstelle entsandt. Zudem beteiligte sich der Rettungshubschrauber Christoph 42 an der Suchaktion. Dieser musste aber die Suche nach kurzer Zeit einstellen, da die Sichtverhältnisse mit der Wärmebildkamera zu schlecht waren.

Mit Hunden auf Personensuche

Die sofort eingesetzte Rettungshundestaffel suchte mit vier Flächensuchhunden die Wanderwege rund um den See ab, konnte aber auch hier keine Person finden. Zur Unterstützung wurde außerdem die „Sondereinheit Drohne“ des Kreisfeuerwehrverbands Segeberg angefordert. Da auch nach intensiver Suche keine Person gefunden werden konnte, wurden die Berufsfeuerwehr Lübeck sowie die DRK Wasserwacht mit weiteren Booten und Tauchern zur Unterstützung und Ablösung angefordert.

Je länger der Einsatz andauerte, desto geringer wurden die Chancen, die Person noch lebend zu finden. Aus dem Kreis Stormarn wurden daher zwei Leichenspürhunde angefordert.

Ein Rettungsboot mit Sonar machte drei Mal eine Feststellung. Die entsprechenden Stellen wurden markiert und durch die Taucher kontrolliert, allerdings ohne etwas zu finden. Auch den auf dem Wasser eingesetzten Hunden war es nicht möglich, eine Person aufspüren.

Eine unerwartete Wendung

Doch schließlich erhielten die Einsatzkräfte eine gute Nachricht: Während des Einsatzes meldete sich eine Frau vor Ort bei den Einsatzkräften. Diese teilte den Rettungskräften mit, dass die Gegenstände ihrem Mann gehörten. Offenbar hat er sie bei seiner morgendlichen Runde am See vergessen. Ihr Ehemann befand sich wohlauf Zuhause.

Mit den neuen Erkenntnissen beendeten die Einsatzkräfte gegen 10.30 Uhr die Suchaktion.

Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte an der Suche beteiligt:

Freiwillige Feuerwehr Nehms ein Fahrzeug
Freiwillige Feuerwehr Bad Segeberg sieben Fahrzeuge
Technische Einheiten der Amtsfeuerwehr Trave-Land 25-11-02
Kreispressesprecher Berufsfeuerwehr Lübeck
Rettungstaucher DLRG Bad Bramstedt e. V.
DLRG Kaltenkirchen e.V DLRG Norderstedt e.V.
DRK Wasserwacht
Christoph 42
Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH ein Notarzt
ein Rettungswagen
Organisatorischer-Leiter-Rettungsdienst
Rettungshundestaffel Kreis Segeberg
Leichenspürhunde Kreis Storman
BRH-Rettungshundestaffel Schleswig-Holstein Ost e.V.
Polizei Segeberg und Pinneberg

Kreisfeuerwehrverband Segeberg
Patrick Juschka

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