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Flüchtlingsunterkunft steht in Brand

2020_06

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DIe Feuerwehr Mönchengladbach wurde zu einem Brand einer Flüchtlingsunterkunft in den Ortsteil Bungt gerufen. Alle 80 Bewohner konnten das Leichtbau-Gebäude rechtzeitig verlassen. Kurz darauf stürzten Teile der Unterkunft zusammen.

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Brand einer Flüchtlingsunterkunft in Bungt am 23. März 2017 (Foto: FW Brand einer Flüchtlingsunterkunft in Bungt am 23. März 2017 (Foto: Polizei Mönchengladbach)

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Brand einer Flüchtlingsunterkunft in Bungt am 23. März 2017 (Foto: Polizei Mönchengladbach)

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Am Donnerstag (23.3. 2017) um 10:15 Uhr erhielt die Leitstelle der Feuerwehr Mönchengladbach mehrere Anrufe zu einem Brand in einer Flüchtlingsunterkunft an der Carl-Diem-Straße im Ortsteil Bungt.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Gebäudeteil (Leichtbauweise) im Vollbrand. Die starke Rauchentwicklung war weit über das Stadtgebiet sichtbar. Die Bevölkerung wurde über die Warn-App NINA und Radio 90.1 aufgefordert, im Bereich um die Einsatzstelle, vorsorglich Fenster und Türen zu schließen. Alle Bewohner (ca. 80 Personen) konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Lediglich ein Bewohner wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation zur weiteren medizinischen Abklärung in ein Krankenhaus transportiert. Alle betroffenen Bewohner der Unterkunft werden in einer anderen Flüchtlingsunterkunft in Mönchengladbach untergebracht.

Unterkunft stürzt ein

Zur Brandbekämpfung und um eine weiteres Gebäudeteil zu schützen, wurden zeitgleich sechs Rohre und ein Wenderohr über eine Drehleiter vorgenommen. Bereits während der Löschmaßnahmen stürzten Teile des betroffenen Gebäudes zusammen. Durch ein Abrissunternehmen wurden weitere Gebäudeteile eingerissen, um Nachlöscharbeiten durchführen zu können.

Die Warnung der Bevölkerung konnte um 12:40 Uhr wieder aufgehoben werden. Um den Grundschutz für das Stadtgebiet sicherzustellen, wurden die drei Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die Abendstunden an.

Im Einsatz

Im Einsatz waren die drei Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr, der Abrollbehälter Atemschutz aus dem Technik- und Logistikzentrum, die Einheiten Neuwerk, Stadtmitte, Odenkirchen, Giesenkirchen sowie die IuK-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr, drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug aus Willich und der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr.

Bewohner unter Verdacht

Ein Unterkunftsbewohner (21-jähriger Mann aus Somalia) soll nach Angaben mehrerer Zeugen für den Brand verantwortlich sein und diesen vorsätzlich gelegt haben, berichtet die Polizei am Abend. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Das mögliche Motiv ist Bestandteil der Ermittlungen. Weil sich zur Brandzeit viele Bewohner in der Unterkunft aufhielten, hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung und versuchten Mordes eingeleitet. Für die Klärung der Brandursache ist ein Brandsachverständiger beauftragt worden.

FW Gelsenkirchen

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