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Hund in Fuchs- und Dachsbau verschollen

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Ein Jagdterrier ging am Abend des 31. März 2021 seinem Jagdtrieb nach und verschwand in einem kombinierten Fuchs- und Dachsbau. Als der Hund am Morgen des 1. April 2021 noch nicht wieder nach Hause gekommen war, alarmierten die Besitzer die Feuerwehr Erkrath. 

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Die Feuerwehr Erkrath rückte am Morgen des 1. April aus, um einen Hund in einem kombinierten Dachs- und Fuchsbau zu finden. Foto: Feuerwehr Erkrath.

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Dazu nutzten sie eine Endoskop-Kamera, die allerdings nur eine eingeschränkte Reichweite hatte. Foto: Feuerwehr Erkrath.

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Außerdem legten sie mehrere Zugänge zu dem Bau frei. Foto: Feuerwehr Erkrath.

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Schließlich forderten sie eine Spezialkamera für Kanalbefahrungen bei einem Bekannten eines Feuerwehrmanns an. Foto: Feuerwehr Erkrath.

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Doch leider konnten sie Jagdterrier Holly nicht finden. Foto: Feuerwehr Erkrath.

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Die Feuerwehr Erkrath erhielt am Morgen des 1. April 2021 um 8.40 Uhr eine Alarmierung nach Wormscheid in Alt-Erkrath (LK Mettmann, NRW). Unter dem Einsatzstichwort „Tier_klein“ rückte die hauptamtliche Wache zum Einsatzort aus. Ursache der Alarmierung war ein Hund, der in einem kombinierten Fuchs- und Dachsbau verschwunden sein sollte.

Schon am Vorabend war der vierjährige Jagdterrier mit dem Namen Holly seinem Jagdtrieb nachgegangen. Entsprechend verschwand er in dem Bau. Allerdings kam er auch nicht mehr heraus. Zwar suchten die Besitzer nach ihm. Doch war das nicht von Erfolg gekrönt. Auch auf Zurufe reagierte der junge Hund nicht. Und auch andere Reaktionen des Hundes blieben aus. Es war jedoch nicht das erste Mal, dass Holly in einen Fuchsbau verschwand. Nach seinem letzten Ausflug kam er ein paar Stunden später selbstständig wieder nach Hause. Deswegen brachen die Besitzer ihre Suche ab, auch aufgrund der Dunkelheit. Sie setzten ihre Hoffnungen darauf, dass Holly wieder zurückkam.

Hund bleibt verschwunden

Nachdem der Jagdterrier aber auch am Morgen des 1. April 2021 nicht wieder nach Hause kam, starteten die Besitzer die Suche erneut und alarmierten die Feuerwehr. Für die Suche forderten die Einsatzkräfte eine Endoskop-Kamera der Berufsfeuerwehr Düsseldorf an. Währenddessen legten sie mehrere Zugänge mit Spaten und Schaufeln frei. Allerdings konnte Holly auch mit der Endoskop-Kamera nicht geortet werden. Das lag auch am begrenzten Einsatzradius der Kamera.

Um die Suche ausweiten zu können, lies die Feuerwehr Erkrath um 11.30 Uhr eine Löschgruppe des Löschzugs Alt-Erkrath nachalamieren. Währenddessen versuchten die Einsatzkräfte über die Kreisleitstelle eine Kamera zu bekommen, die es ermöglichte, den verwinkelten Bau „abzufahren“. Dazu nahmen sie Kontakt zum THW sowie zu den Bezirksschornsteinfegern auf. Inzwischen gelang es, über den Bekannten eines Feuerwehrmanns eine Spezialkamera zur Kanalbefahrung an die Einsatzstelle zu ordern.

Deswegen legten die Einsatzkräfte alle zugänglichen Ein- und Ausgänge des Baus frei. Anschließend befuhren sie diese mit der Kamera. Nebenher schaufelten sie an mehreren Stellen Zugänge frei. Der zuständige Revierjäger gab als Information, dass der Bau der Größte in seinem Revier sei. Gegen 15.30 Uhr mussten die Einsatzkräfte die Suche abbrechen. Denn der Bau zeigte sich als äußerst unübersichtlich. Er besaß viele Höhlen und zahlreiche Gänge, die es äußerst schwer machten, den Hund zu orten. Die Ortungsversuche schlugen fehl.

Insgesamt 20 Einsatzkräfte der Feuerwehr Erkrath befanden sich mit vier Einsatzfahrzeugen vor Ort.

Markus Steinacker
Feuerwehr Erkrath

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