Kaminbrand: FF Werne sichert das Wohnhaus

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Kaminbrand in Werne: Am 1. September 2022 bemerkten Anwohner/-innen eine starke Rauchentwicklung aus dem Kamin des Hauses. Die Freiwillige Feuerwehr Werne ging erfolgreich gegen den Kaminbrand vor – und stellte sogar ihren eigenen Schornsteinfeger.

Kaminbrand: Der zuständige Kaminkehrer war nicht erreichbar. Zum Glück hat die FF Werne selbst einen im Team. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

Am Abend des 1. September 2022 erhielt der Löschzug 1 der Freiwilligen Feuerwehr Werne (LK Unna, NRW) über den digitalen Meldeempfänger eine Alarmierung zu einem Einfamilienhaus. Stichwort war „FEUER 3“. Bereits auf der Straße des Einfamilienhauses war eine starke Rauchentwicklung zu bemerken, die auch die Bewohner/-innen des benachbarten Grundstücks gemeldet hatten. Nach Erkundungen fanden die Einsatzkräfte heraus, dass es sich um einen Kaminbrand handelte.

Beginn des Einsatzes

Einsatz der Drehleiter: Mit ihr wurde der Kamin gereinigt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

Daraufhin platzierte die Feuerwehr Werne die Drehleiter und beorderte den zuständigen Bezirksschornsteinfeger. Mit einer Wärmebildkamera kontrollierte ein Trupp den Kamin vom Keller bis zum Dach und beurteilte demnach die Gefahrenlage. Zudem sollte ein Trupp unter Atemschutz von der Drehleiter aus den Kamin kehren.

Reinigung bei Kaminbrand

Aufteilung: Während ein Trupp das Gebäude mit einer Wärmebildkamera untersuchte, kehrte ein anderer den Kamin aus dem Drehleiterkorb. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

Leider war der Bezirksschornsteinfeger nicht zu erreichen, weshalb Wehrleiter Thomas Temmann, selbst Schornsteinfeger, den Kamin kehrte. Doch die starke Verstopfung des Versprungs ließ sich nicht durch Besen und Zuggewicht lösen. Mit Hilfe der Wärmebildkamera wurde der verstopfte Bereich lokalisiert. Mit einem Stemmhammer öffneten Einsatzkräfte den Bereich von außen und beseitigten die Engstelle. Auf die Lösung der Verstopfung folgte ein starker Funkenflug. Anschließend konnte der komplette Kamin gereinigt werden. Zur Vorsicht bauten die Einsatzkräfte eine Wasserversorgung auf und platzierten auf jeder Etage einen Feuerlöscher. Der Einsatz der Feuerwehr endete um 21.45 Uhr nachdem sie die Eigentümerin belehrt und die Einsatzstelle an einen Kaminkehrer übergeben hatten. Beteiligt waren 22 Einsatzkräfte der FF Werne mit fünf Fahrzeugen sowie der Rettungsdienst und die Polizei Werne.

Tobias Tenk, Freiwillige Feuerwehr Werne

Vermeidung von Schornstein- und Kaminbränden 

Normalerweise sind Kamin- oder Schornsteinbrände heute seltener. Die regelmäßige Reinigung des Schornsteins durch Schornsteinfeger verhindert die Ablagerung von Ruß in größeren Mengen, der sich entzünden könnte. Schornsteinbrände entstehen häufig durch die Verwendung von ungeeignetem Brennmaterial. So können behandeltes, nasses oder nicht ausreichend gelagertes Holz Ursachen für Schornsteinbrände sein. Der Ruß dieser Materialien lagert sich schneller und auch in größeren Mengen zwischen den Kehrzyklen im Kamin ab. Gefährlich wird dies durch die Hitzeentwicklung im Schornstein: Ein Kamin führt meist durch das Wohnhaus und hat so Kontaktflächen zu den Wänden der Wohnräume, die beim Abbrennen heiß werden. Möbel oder Tapeten können sich daraufhin entzünden und geraten in Brand. Bei Verdacht auf Schornsteinbrand sollten Sie direkt die Feuerwehr alarmieren.

Tobias Tenk, Freiwillige Feuerwehr Werne

Hitzeentwicklung im Schornstein: Zur Vorsicht wurde auf jeder Etage Feuerlöscher aufgestellt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Werne

 

 

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